Fast richtige Nachricht, aber leider ausgedacht…

Eilmeldung: Übersetzungsfehler – Putin trat in Wirklichkeit zurück

Die deutsche Öffentlichkeit wurde von einer peinlichen Übersetzungspanne getäuscht. Das meldete gestern das Auswärtige Amt. „Putin wurde nicht zum Präsidenten gewählt. Er ist in Wirklichkeit unter Tränen zurückgetreten“, so eine Sprecherin der Behörde. Grund für den Rücktritt des bis dahin erfolgreichen russischen Präsidenten Putins sei eine skandallöse Affäre gewesen. Putin hatte 2009 Urlaub bei einem befreundeten Oligarchen in Nowgorod Urlaub gemacht und das Defizit, so behauptet zumindest Putin, nur in Bar aber ohne Beleg ausgeglichen haben. „Ich hatte meinem Freund das Geld vor meiner Abreise gegeben. Unter Freunden macht man das so“, erklärte Putin.

Die traditionell liberale und kreml-kritische russische Presse und eine Minderheit von Oppositionellen habe dann von der Affäre Wind bekommen und versucht den Präsidenten stürzen. „Es war eine sehr einseitige Berichterstattung“, sagte Medienwissenschaftlerin Bettina Diekmann. Als Putin dann auch noch wütend auf die Mailbox einer russischen Zeitung sprach und mit einem zweiten Stalingrad drohte, wurden erste Rücktrittsforderungen laut. „In Russland wird die Pressefreiheit, wie wir jetzt wissen, sehr groß geschrieben“, so Diekmann: „Nachdem schließlich raus kam, dass Putin jeden Tag ein Glas Marmelade von einem befreundeten Multimilliadär vor die Tür gestellt bekommt, war der Rubikon für die russische Bevölkerung überschritten.“

Putin musste sich im traditionell basisdemokratischen Russland einem Bürgerentscheid über seine Person ergehen lassen, welchen er am Sonntag verlor. 63% der Russen stimmten gegen ihn. Doch bei der Abwahl ging es nicht mit rechten Dingen zu – das behaupten einige Putin-Anhänger: „Einige Wähler sind mit Bobbycars durchs Land gereist und haben in verschiedenen Wahllokalen ihre Stimme abgegeben und damit mehrfach abgestimmt.“ Die Pro-Putin-Demonstrationen am Montag wurden zudem gewaltsam aufgelöst.

Deutschlands Außenminister Westerwelle beklagte den Wahlbetrug und forderte, dass Putin Präsident bleiben solle. Erst wenn die traditionell unabhängigen und neutralen Gerichte in Russland einen Anfangsverdacht für eine Vorteilsnahme erhielten, sei der Rücktritt notwendig, so der FDP-Politiker.

One Response to Fast richtige Nachricht, aber leider ausgedacht…

  1. Nach der Wahl ist vor der Wahl in Russland – mal schauen, wie sich die gesellschaftliche Lage dort in Zukunft entwickeln wird.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: