Reiche sollen mehr Wahlfreiheit erhalten

Laut neuesten Plänen der Bundesregierung sollen Deutschlands Reiche bald einen neuen Zuschuss erhalten. So sollen Gutbetuchte, die ihr Geld zu Hause beim Wachsen zu sehen wollen, ein Betreuungsgeld erhalten. „Mit dem kleinen Zuschuss sollen Personen, die jährlich mehr als 500.000 verdienen, die Wahlfreiheit besitzen, ob sie das Geld zu einer professionellen Anlageberatung bringen oder es selbst zu Hause verwalten“, erklärte der standfeste CSU-Politiker Horst Seehofer, der natürlich mal wieder rein gar nichts mit dem Thema zu tun hat. Das Betreuungsgeld soll nach Angaben von schwarz-gelb bei rund 10.000 Euro pro Monat liegen.

Besonders das tägliche Münzenzählen verhindert, dass viele Reiche einer ordentliche Beschäftigung nachgehen können. Sara Hegewald / pixelio.de

Die Opposition läuft Sturm gegen das neue Konzept der Bundesregierung. „Arbeitslose werden ausgeschlossen“, meint zum Beispiel Sigmar Gabriel von der SPD. Die CSU machte jedoch glaubhaft deutlich, dass die „faulen Schmarotzer“ das Geld sowieso nur für Alkohol, Zigaretten und Gummibärchen ausgeben würden. „Das ist doch logisch! Wer mehr Geld hat, der muss auch mehr Zeit investieren, um das Geld zu verwalten. Wenn jemand mit vielen Banknoten also intensiv sein mühsam Erspartes anlegen will, kann er nicht mehr seiner Beschäftigung nachgehen. Deswegen braucht er unsere Unterstützung“, erklärte Philipp Rösler von der FDP.

Der Bundesverband der Reichen freut sich über den Zuschuss. „Die Politik hat endlich eingesehen, dass wir unserem Geld gerne beim Arbeiten zu sehen wollen“, erklärte Michael Winter. Viel Geld zu koordinieren sei nicht einfach. So müsse man ständig überlegen, welchen teuren Champagner und welche kubanische Zigarren man für die nächste Party einkauft und ob dann das Geld noch ausreicht, um wenigstens den Swimming-Pool mit Geldscheinen zu füllen. „Das Schicksal von Christian Wulff mahnt uns. Die Reichen brauchen dieses Betreuungsgeld“, fordert Winter.

Ferner kündigte die schwarz-gelbe Regierung weitere tiefgreifende Reformen an: Privatschüler sollen eine Lernmittelförderung erhalten und einen Benzinzuschuss gibt es bald für Haushalte ohne angemeldetes KFZ-Fahrzeug.

3 Responses to Reiche sollen mehr Wahlfreiheit erhalten

  1. B.M.Lippold sagt:

    Also ich find das echt gut.

  2. B.M.Lippold sagt:

    Wie? Gibt’s hier etwa eine Zensurbehörde? Tsts. Zustände…

    • priesemann sagt:

      Jetzt weiß ich endlich, was du meinst😀. Die Zensurbehörde SchwASI gibts – aber die soll nur Spams und Werbekommentare rausfiltern. Wie du zum Beispiel unter unserem Bild-ABC sehen kannst, lassen wir SOGAR negative Kommentare zu.

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