Quelle von Supervirus Flame bisher unbekannt

Unser Experte: Rainer Zufall bei der Arbeit

Das Schadprogramm „Flame“ verbreitet sich rasant in aller Welt. Doch die IT-Experten fragen sich: Wozu dient die komplizierte Spionage-Software und wer hat sie entwickelt? Wir fragten den Schwindelfreiheit-IT-Experten Rainer Zufall.

Herr Zufall, was vermuten Sie, welchen Zweck verfolgt das Schadprogramm Flame?

Ich glaube nicht, dass da ein politischen Interesse hinter steht. Vielmehr wurde das Schadprogramm dazu entwickelt, wirtschaftliche Interessen zu verfolgen. Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass ein überaus seriöses Online-Nachrichtenmagazin versucht potenzielle Leser auszuspionieren, um deren Lesegewohnheiten zu analysieren.

Interessant, wie funktioniert die Schad-Software nun?

Öffnet nun ein User die Seite des seriösen und überaus ehrlichen Nachrichtenmagazins überträgt sich sofort die Schadsoftware auf den Computer des Lesers. Mithilfe der hauseigenen IT-Abteilung werden die User nun ausspioniert. Flame ist derart komplex, dass ich quasi in wenigen Minuten die Internet-Gewohnheiten des Lesers herausfinden könnte. Die Daten werden dann an die Redaktion weitergegeben, sodass diese endlich bessere Artikel schreiben können, um mehr Klicks zu generieren. Na gut, bei manchen Lesern würde es schon ausreichen, wenn ich einfach den Facebook-Account genauer ansehen würde.

Flame ist bisher im Nahen Osten aufgetaucht. Das Nachrichtenmagazin ist also ein arabisches?

Nein, es handelt sich mit großer Wahrscheinlichkeit um ein deutsches Internet-Magazin, das bisher einfach zu blöd war, den Virus auf die richtigen Computer zu übertragen. Wie ich bereits erwähnt hatte, wurde die Technologie aber verbessert, sodass die Übertragung des Schadprogramms nun  an den Aufruf eines Artikels von diesem Nachrichtenmagazin gekoppelt ist.

Wie kann man sich nun vor Flame schützen?

Na gut, leider stehen die Chancen nach dem Aufruf dieses Artikels äußerst schlecht. Ich empfehle, den Computer sofort aus dem Fenster zu schmeißen oder zu verbrennen, bevor der Virus auf den Menschen überspringt.

Fotonachweis: wwward0.Jangelo9397 at en.wikibooks CC-BY-SA-3.0 

Einen ähnlichen Ansatz verfolgte der Postillon

4 Responses to Quelle von Supervirus Flame bisher unbekannt

  1. Alien sagt:

    Na toll, womit soll ich jetzt Kommentare schreiben. Mein Computer liegt jetzt zerdeppert auf der Straße.😦

    • priesemann sagt:

      Immerhin sind mindestens drei Leser über die Google Suche „Wie kann ich mich vor Flame schützen“ auf unsere Seite gelangt. Kannst ja mit denen eine Selbsthilfegruppe gründen😀

  2. Pingback: “Sklaverei mitten in Deutschland” « Schwindelfreiheit

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