Deutsche Verwaltung wird ins Ausland verlegt

Fast fertig: die neue Bauverwaltung

Berlin. Die Bundesregierung hat nach langen Verhandlungen endlich eine Lösung gefunden, wie der Schuldenberg der Bundesrepublik wieder kleiner werden könnte. Bis zum Jahr 2014 soll fast die komplette deutsche Verwaltung nach Bangladesch verlegt werden. „Die Löhne dort sind erheblich geringer. Also muss der Bund nicht mehr so viel für seine Beamten zahlen“, sagte Finanzminister Wolfgang Schäuble auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz. Der CDU-Politiker rechnet mit satten Einsparungen um die 600 Millionen Euro. Bisher zahlt der Bund den Beamten rund 800 Millionen Euro.

Nach Auskunft der Bundesregierung werden die Bürger vom Umzug der Verwaltung so gut wie gar nichts mitbekommen. „Die deutsche Verwaltung wird sich auch in Bangladesch ähnlich bürgernah zeigen wie in Deutschland“, versicherte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Auch die Sprache wird sich kaum ändern. Statt des hiesigen Beamten-Deutsch sprechen die Asiaten das wesentlich verständlichere Bengali. Die Opposition kritisierte, dass die Schwarz-Gelbe Koalition nur ökonomisch denke und moralische Bedenken unter den Tisch kehre. „Na und? Die Kinder, die demnächst die Stempel auf die Ausweise hauen, müssen ja noch keine Familie ernähren“, hieß es aus Regierungskreisen.

Dank der Einsparungen will Deutschland bereits in drei Jahren schuldenfrei sein. Überlegt wird derzeit noch, ob auch der Bundestag ins Ausland verlegt werden soll. Um aber weiter eine symbolische Nähe zur Bevölkerung zu wahren, sind bisher nur Länder in Reichweite der Bundesrepublik wie Polen oder Bulgarien im Gespräch.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgte der Postillon im Oktober 2010: www.der-postillon.com/2010/10/bundesregierung-und-parlament-nach.html

Advertisements