Die EM des Protestes

Die Europameisterschaft  in der Ukraine und Polen wird im Zeichen des Protestes gegen die Inhaftierung von  Julian Tymochenko stehen. Verschiedene Fangruppe und Mannschaften haben sich besondere Protestmaßnahmen einfallen lassen:

  • Die Deutsche Mannschaft hat angekündigt mit einer Viererkette auf die gewaltsame Inhaftierung der ukrainischen Politikerin aufmerksam zu machen. Zudem planen die Spieler den Ball für mehrere Minuten in der eigenen Hälfte zu halten.
  • England plant mit verschossenen Elfmetern gegen die Inhaftierung zu protestieren. „Wir werden einfach ein paar Elfmeter verschießen. Was anderes können wir nicht“, sagte Verteidiger John Terry.
  • Spanien will aus Protest erst zum Halbfinale der Europameisterschaft anreisen. „Wir können doch nicht einfach unsere Gruppenspiele bestreiten, als würde nichts sein“, erklärte Nationaltrainer Del Bosque.
  • Italien kündigte an, mit spontanen Schwächeanfällen für Tymochenko demonstrieren zu wollen. So werden sich die Spieler nach einen vermeintlichen Foulspiel des Gegners hinschmeißen und mit Schmerz verzerrtem Gesicht mehrere Rollen bis an die Auslinie machen. „Wir wollen damit auf die Leiden aufmerksam machen, die Tymochenko in der Haft erleiden muss“, sagte Trainer Pandrelli.
  • Die Griechen wollen sich in der eigenen Hälfte festbeißen und Beton anrühren. „Wir verlassen unsere Hälfte nicht eher bis Tymochenko frei ist oder die Gegner ein Tor erzielt haben“, sagte Coach Santos.
  • Die Fans haben sich zu einem Flashmob verabredet. So wollen die Schlachtenbummler im Stadion nacheinander aufstehen und die Arme hochreißen.
  • Kritik gibt es nur an Russland, das nach eigenen Angaben keine der „perfiden“ Maßnahmen plant. „Wir wollen einfach nur Fußball spielen, wie wir es immer machen“, erklärte Staatschef Putin, der darauf hinwies, dass die Ukraine ein schönes Land ist, aber noch nicht so gute Gefängnisse besäße wie Russland.
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