Waterboarding: Gericht verbietet Taufe

Bleibt zukünfitg geschlossen: Taufbecken

Köln. Ist die Religionsfreiheit noch gewährt? Nachdem das Kölner Landgericht zuvor die religiöse Beschneidung von muslimischen und jüdischen Kindern als gesetzeswidrig erklärt hatte, haben die Richter heute nachgelegt. Sie gaben heute bekannt, dass auch die Taufe von christlichen Kindern nicht mit der deutschen Verfassung konform geht. Geklagt hatte ein Mädchen, dessen Frisur angeblich bei ihrer Taufe vor neun Jahren zerstört wurde.

„Bei der Taufe handelt es sich um eine Körperverletzung. Durch das Begießen des Körpers mit Wasser wird ein ähnlicher Effekt wie bei der Foltermethode „Waterboarding“ erzeugt. Dabei wird ein mögliches Ertrinken der Betroffenen simuliert. Von diesem Trauma erholt sich so schnell kein Mensch“, sagte der oberste Richter Heinz Wassereimer bei der Urteilsverkündung. Er gab ferner zu Bedenken, dass durch die Taufe wie im Falle der Angeklagte Mandy S. die Frisur zerstört werden könnte. Außerdem bestände die Gefahr, dass sich die Kinder verschlucken. „In einem säkularisierten Staat wie der Bundesrepublik dürfen solche Methoden nicht zum Alltag gehören. Viele der Kinder müssen nur unter dieser Angst leiden, weil ihre Eltern es wollen“, erklärte Wassereimer.

Das Urteil sorgte für einen Aufschrei in ganz Europa. Papst Benedikt der XVI. verklagte nur wenige Stunde später das Kölner Gericht vor dem letzten Gericht. „Wenn nicht mit Wasser, dann müssen die Kinder wenigstens mit Fanta getauft werden“, sagte er in einer Predigt. Die Deutsche Bischofskonferenz erinnerte an die im Grundgesetz festgeschriebene Religionsfreiheit. „Es ist nicht einsichtig, weshalb die Taufe dem Interesses ein kleines Kindes zuwiderlaufen könnte.“ Die deutsche Bischöfe warnten weiter vor einem Tauf-Tourismus, bei dem die Kinder möglicherweise mit verseuchten Wasser im Ausland in Kontakt kommen könnten.

Fotonachweis: Steffi Pelz/ pixelio.de

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Mc-Kinsey berät Katholischen Kirche

Zu Teuer: Mc-Kinsey will das Werk „Kölner Dom“ schließen und die Produktion ins Ausland verlagern. Michael Kraemer / pixelio.de

„Einen neuen Aufbruch wagen“ hieß das Motto des 98. Katholikentages in Mannheim. „Wir brauchen unbedingt Reformen“, sagte Pressesprecher Robert Zolitzsch. Wie heute bekannt wurde, sollen auch Unternehmensberater von Mc-Kinsey die Kirche bei ihren Reformbemühungen unterstützt haben. „Bei den Einnahmeverluste durch Kirchenaustritte und Besucherrückgänge ist es kein Wunder, dass das Management hinterfragt werden muss“, sagte der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Rainer Müller gegenüber Schwindelfreiheit. Auch Mc-Kinsey stellte in einer Sitzung am gestrigen Donnerstag die Forderung nach einem Austausch der Führungsetage, doch der Geschäftsführer der Katholik Holding Deutschland Gott machte deutlich, dass dies nicht so einfach sei. Niemand anderes kenne das Unternehmen so gut wie er.

„Einen solchen uneinsichtigen Kunden hatten wir noch nie. Eine neue Person mit neuem Schwung täte dem Unternehmen gut“, sagte Mc-Kinsey-Mitarbeiter Mirko Müller, der die Verhandlungen allerdings vorzeitig verlassen musste, nachdem Heuschrecken seine Unterlagen zerfraßen. Auch in weiteren Punkten zeigte sich Geschäftsführer Gott uneinsichtig. So lehnte er die Standortschließung der Werke in Klein-Kleckersdorf vehement ab und auch der „Beichten-Point“, eine Manufaktur, in der Beichten im Akkord abgehalten werden sollen, fand beim unumstrittenen Geschäftsführer keinen Anklang. „Unfassbar dieses Weltunternehmen hat einen Geschäftsführer, der kein ökonomisches Verständnis hat. Es müssen nunmal auch Standorte geschlossen und die Produktion von gewissen Dingen ins Ausland verleagert werden“, sagte Michael Meier, der kurz nach dem Interview die Verhandlungen verlassen musste, nachdem er sich an einem brennenden Dornbusch die Finger verbrannte.

Als dann die Wirtschafts-Experten den Vorschlag machten, die Priester durch billigere Zeitarbeiter zu ersetzen, mussten die Verhandlungen komplett abgebrochen werden, da ein Blitz ins Gebäude einschlug und mehrere Mc-Kinsey-Mitarbeiter leicht verletzt ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Der traditionell starke Betriebsrat der Kirche forderte Gott auf, an seinem Personal festzuhalten. „Ich weiß nicht, ob einem Priester eventuell Argwohn entgegengebracht wird, wenn er sich in einem Kindergarten bewirbt“, sagte Reinhold Westermann.