EM-Halbfinale zwischen Italien und Deutschland kann nicht angepfiffen werden

Pech gehabt: Wachtelkönig nistet im Fußballstadion!

Warschau. Das Europameisterschafts-Halbfinale zwischen Deutschland und Italien am Donnerstag kann offenbar nicht angepfiffen werden. Ein Los soll nun über den Sieger entscheiden. „Diesen Albtraum versuchen wir mit allen Mitteln noch zu verhindern“, sagte ein sichtlich genervter UEFA-Präsident Michel Platini. Tierschützer hatten beim letzten Spiel in der Arena von Warschau einen Wachtelkönig gesehen, der mit großer Wahrscheinlichkeit im Stadion nistet. Die seltene Vogelart ist vom Aussterben bedroht und soll deshalb geschützt werden. Außerdem will ein weiterer Tierschützer einen Juchtenkäfer auf dem Spielfeld gesehen haben.

„Fußball kann nicht so wichtig sein, dass man dafür die Vernichtung eines wertvollen Tierlebens in Kauf nimmt“, sagte Manfred Müller vom Naturschutzbund BUND. Er fordert, dass der Klassiker im Halbfinale der EM 2012 nicht angepfiffen werden dürfe, da durch den Lärm der Vogel verschreckt und der Käfer durch die Spieler plattgetreten werden könnte. „Alles andere als die Absage des Spiels wäre ein fauler Kompromiss“, erklärte der 45-jährige aus Deutschland. Die UEFA will sich über die Proteste der Naturschützer hinwegsetzen und das Spiel trotzdem anpfeifen. Doch das könnte schwer werden. Einige Tierschützer sind bereits in das Stadion eingedrungen und haben sich an den Grashalmen festgekettet. „Der Wachtelkönig darf nicht aus seinem selbstgewählten Lebensraum verdrängt werden“, sagte eine Demonstrantin.

Müssen auf Losglück hoffen

Die Politik versucht derweil zwischen den beiden Streithähnen zu vermitteln. „Es wäre doch eine Alternative, wenn die Fans einfach mal ganz leise im Stadion sind“, sagte der deutsche Umweltminister Peter Altmaier. Doch diese Idee hält man im traditionell umweltbewussten Polen für abwegig, zumal sich die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel das Spiel ansehen wollte. „Dieses Spiel wird nicht angepfiffen. Es gibt wichtigeres als Fußball“, sagte Polens Premier Donald Tusk. Dies hat zur Folge, dass die Partie womöglich per Los entschieden werden muss, da die UEFA es aus logistischen Möglichkeiten es nicht für möglich hält, das Spiel an einen anderen Ort zu verlegen.

„Das wäre sehr Schade, da wir die Italiener geputzt hätten“, sagte Bundestrainer Joachim Löw. Er äußerte aber Verständnis für den lautstarken Protest der Tierschützer. „Ich habe beim Spiel gegen Griechenland auch so ein Tier gesehen, was kaum größer war als die Grasnarbe. Ich fand das so niedlich, dass ich es Philipp genannt habe“, sagte Löw. Der Bundestrainer gab zu Bedenken, dass solche Lebewesen natürlich schnell überrannt werden. Bereits vor einer Woche gab es Kritik am EM-Veranstalter, nachdem sich ein Robbe ins Stadion verirrt hatte.

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Bild oben rechts: Marit Hosemann/ pixelio.de
Bild unten links: Steindy (Eigenes Werk) GFDL oder CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0, via Wikimedia Commons
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Hilfe für Pleitegeier: Deutschland verliert Freitag gegen Griechenland

Enttäuscht: Löw muss Freitag mit seinem Team ausscheiden

Berlin/Athen. Die Situation für die angeschlagenen Griechen wird immer kritischer. Nun hat Deutschland in Absprache mit den anderen EU-Staaten eine weitere Hilfsmaßnahme beschlossen. „Die deutsche Fußball Nationalmannschaft wird am Freitag etwas unglücklich gegen Griechenland verlieren“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich am Mittag mit Trainer Joachim Löw getroffen hatte. Merkel konnte den Nationalcoach von der Notwendigkeit dieser Aktion überzeugen. „Es ist zwar Schade, aber es muss offensichtlich sein. Wir wären mit den ganzen Bayern im Kader sowieso nur Zweiter geworden“, sagte Löw, der seinen Spielern heute trainingsfrei gab. Griechenland hatte schon die Vorrunde dank der freundliche Mithilfe des kommenden Euro-Landes Polen überstanden.

Es wird vermutet, dass die EU mit dem gesamten Geld des europäischen Rettungsschirm auf einen EM-Sieg von Griechenland getippt hat, um so die Renditemöglichkeiten zu erhöhen (Schwindelfreiheit berichtete). Die schwarz-gelbe Koalition verteidigte daher heute geschlossen den Kurs der Kanzlerin. „Je länger das Turnier dauert, umso länger bleiben die Griechen auf dem Arbeitsmarkt und zahlen auch wieder Steuern“, sagte Finanzminister Wolfgang Schäuble. Außerdem hätten die Griechen gegen Russland derart viel Beton angerührt, dass das Land bald wieder durch steigende Beton-Exporte eine positive Außenhandelsbilanz vorweisen könne. Bei einem EM-Sieg Griechenlands rechnet Schäuble fest mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um circa fünf Prozent.

Muss einfach so weitermachen wie bisher: Mesut Özil

Merkel bat Löws Elf offenbar auch darum, zumindest den Anschein zu erwecken, als wolle man im Viertelfinale gegen Griechenland gewinnen. „Gegen Dänemark hat die Mannschaft bereits geübt, wie man Chancen vergibt oder gar nicht erst herausspielt. Podolski und Bender ist der Ball jedoch abgerutscht“, beruhigte Löw. Auch wenn die Mannschaft sich nicht an internationale Vorgaben halten sollte, haben die EU-Länder für einige Vorsichtsmaßnahmen gesorgt. So bestach bereits gestern ein italienischer Spieler den Schiedsrichter. Zudem wurden extra Fans von Fortuna Düsseldorf eingeflogen, die zum Schluss das Spielfeld stürmen könnten. Der politische Sprecher der deutschen Nationalmannschaft Philipp Lahm forderte von den Griechen allerdings auch Gegenleistungen. „So ein Spiel dauert 90 Minuten und nicht 60. Das muss auch für Griechenland gelten. Die müssen endlich verstehen, was arbeiten bedeutet.“ Lahm musste die Pressekonferenz vorzeitig verlassen, bevor er wie weitere sechs Teamkollegen mit heftigen Magenschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert wurde.

Die Fans reagierten enttäuscht auf die neuesten Meldungen. Ihre Laune besserte sich aber, als sie erfuhren, dass ein Tsunami vor der Küste Usedoms das ZDF-Studio verwüstete. Katrin Müller-Hohenstein und Oliver Kahn erlitten einen Schock und können das restliche EM-Turnier nicht weitermoderieren. „Das ist aber sehr, sehr schade“, schrieb ein enttäuschter Harald Schmidt auf Twitter.

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Bild oben rechts:Новикова Юлия CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons 
Bild unten links: Steindy GFDL oder CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0, via Wikimedia Commons

Adolf Hitler unterschreibt neuen Vertrag bei ZDF-History

Nach langem Gepokere scheint die Telenovela  „ZDF-History“ doch noch gerettet. Wie der Sender „Zetdeäf“ heute bekannt gab, konnte man sich mit dem vielseitigen Darsteller Adolf Hitler über einen neuen Vertrag einigen. „Wir freuen uns – jetzt können wir die Fernsehzuschauer weiterhin mit Neuem aus der Geschichte nerven“, sagte der Moderator der Sendung Guido Knopp. Hitlers Paraderolle ist die Darstellung eines ehemaligen deutschen Reichskanzlers, der einen Massenmord an der jüdischen Bevölkerung vollzog. „Manchmal kann ich mich richtig in die Rolle hineinversetzen“, erklärte Hitler, der aber nichts mit dem brutalen Diktator gemeinsam haben will.

In der 36. Staffel der Sendung hat Knopp sich wieder besondere Geschichten ausgedacht, will aber vorerst nicht zu viel verraten. Am kommenden Mittwoch will Knopp den Düsseldorfer Platzsturm beim Relegationsspiel mit dem Sturm der Nazis auf Polen vergleichen. „Ich denke hier lassen sich viele Gemeinsamkeiten finden. Der einzige Unterschied dürfte sein, dass die Vorschriften gegen Bengalos damals noch nicht so streng waren“, erklärte er. Die weiteren Folgen sollen  „Hitler und seine Handtücher“, „Hitler und die Gründung der Piraten“, „Hitler und der 30. Februar“, „Hitler und die Gummibärchen“ heißen. Knopp kündigte zur Trauer vieler Fans an, dass nach dieser Staffel Schluss sein wird. „Unser Hauptcharakter wird sterben. Wann weiß ich noch nicht genau, aber ich denke wenn wir beim Jahr 1945 angelangt sind, könnte das durchaus passieren.“ Bis dahin müssten sich die Zuschauer aber noch mindestens 335 Folgen ansehen.

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