Hilfe für Pleitegeier: Deutschland verliert Freitag gegen Griechenland

Enttäuscht: Löw muss Freitag mit seinem Team ausscheiden

Berlin/Athen. Die Situation für die angeschlagenen Griechen wird immer kritischer. Nun hat Deutschland in Absprache mit den anderen EU-Staaten eine weitere Hilfsmaßnahme beschlossen. „Die deutsche Fußball Nationalmannschaft wird am Freitag etwas unglücklich gegen Griechenland verlieren“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich am Mittag mit Trainer Joachim Löw getroffen hatte. Merkel konnte den Nationalcoach von der Notwendigkeit dieser Aktion überzeugen. „Es ist zwar Schade, aber es muss offensichtlich sein. Wir wären mit den ganzen Bayern im Kader sowieso nur Zweiter geworden“, sagte Löw, der seinen Spielern heute trainingsfrei gab. Griechenland hatte schon die Vorrunde dank der freundliche Mithilfe des kommenden Euro-Landes Polen überstanden.

Es wird vermutet, dass die EU mit dem gesamten Geld des europäischen Rettungsschirm auf einen EM-Sieg von Griechenland getippt hat, um so die Renditemöglichkeiten zu erhöhen (Schwindelfreiheit berichtete). Die schwarz-gelbe Koalition verteidigte daher heute geschlossen den Kurs der Kanzlerin. „Je länger das Turnier dauert, umso länger bleiben die Griechen auf dem Arbeitsmarkt und zahlen auch wieder Steuern“, sagte Finanzminister Wolfgang Schäuble. Außerdem hätten die Griechen gegen Russland derart viel Beton angerührt, dass das Land bald wieder durch steigende Beton-Exporte eine positive Außenhandelsbilanz vorweisen könne. Bei einem EM-Sieg Griechenlands rechnet Schäuble fest mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um circa fünf Prozent.

Muss einfach so weitermachen wie bisher: Mesut Özil

Merkel bat Löws Elf offenbar auch darum, zumindest den Anschein zu erwecken, als wolle man im Viertelfinale gegen Griechenland gewinnen. „Gegen Dänemark hat die Mannschaft bereits geübt, wie man Chancen vergibt oder gar nicht erst herausspielt. Podolski und Bender ist der Ball jedoch abgerutscht“, beruhigte Löw. Auch wenn die Mannschaft sich nicht an internationale Vorgaben halten sollte, haben die EU-Länder für einige Vorsichtsmaßnahmen gesorgt. So bestach bereits gestern ein italienischer Spieler den Schiedsrichter. Zudem wurden extra Fans von Fortuna Düsseldorf eingeflogen, die zum Schluss das Spielfeld stürmen könnten. Der politische Sprecher der deutschen Nationalmannschaft Philipp Lahm forderte von den Griechen allerdings auch Gegenleistungen. „So ein Spiel dauert 90 Minuten und nicht 60. Das muss auch für Griechenland gelten. Die müssen endlich verstehen, was arbeiten bedeutet.“ Lahm musste die Pressekonferenz vorzeitig verlassen, bevor er wie weitere sechs Teamkollegen mit heftigen Magenschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert wurde.

Die Fans reagierten enttäuscht auf die neuesten Meldungen. Ihre Laune besserte sich aber, als sie erfuhren, dass ein Tsunami vor der Küste Usedoms das ZDF-Studio verwüstete. Katrin Müller-Hohenstein und Oliver Kahn erlitten einen Schock und können das restliche EM-Turnier nicht weitermoderieren. „Das ist aber sehr, sehr schade“, schrieb ein enttäuschter Harald Schmidt auf Twitter.

Fotonachweis
Bild oben rechts:Новикова Юлия CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons 
Bild unten links: Steindy GFDL oder CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0, via Wikimedia Commons
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Cyberwar fordert erste zivile Opfer

Cyberwar: Thomas de Maiziére berät mit den Militärchefs das weitere Vorgehen

Berlin. Im Cyberwar zwischen alle Ländern, die irgendwie Internetzugang haben, kam es gestern zu einem bedauerlichen und erschreckenden Vorfall. Bei einem Angriff mit einem Trojaner auf eine deutsche Internetseite gab es offenbar mehrere zivile Opfer. Von mindestens fünf Personen ist die Rede, deren Facebook-Account bei diesem Angriff versehentlich gelöscht wurde. „Das ist ein unfassbarer Vorfall. Der schlimmste Angriff mit zivilen Opfern in Europa seit Srebrenica“, sagte Verteidigungsminister Thomas de Maiziére.

Die Familien der Opfer sind zutiefst erschüttert. „Ich hatte mit meinem Mann gerade bei Facebook gechattet, da brach die Verbindung plötzlich ab und ich konnte meinen Mann bei Facebook nicht mehr finden.“, sagte Carolina B. . Geschockt und völlig entnervt hätte sie dann bis ins Arbeitszimmer gehen müssen, um weiter mit ihrem Mann zu sprechen.  Nach Angaben der Bundesregierung sollen auch zwei minderjährige Personen unter den Geschädigten sein. Den Berichten zufolge soll der Facebook-Account eines 14-jährigen gelöscht worden sein. Danach hat der Teenager nach Auskunft der Familie alle mobilen internetfähigen Endgeräte – damit alle lebenserhaltende Maschinen für einen Jugendlichen –  abgeschaltet. Die Eltern sind ernsthaft besorgt um die Gesundheit ihres Kindes: „Nach einer Stunde fing er dann auch noch an Hausaufgaben zu machen“, sagte die verängstigte Mutter.

Die Angreifer sollen vor dem internationalen Strafgerichtshof in Den Haag für ihre Gräueltaten bestraft werden. Juristen rechnen mit hohen Strafen für die Täter: „Ich rechne damit, dass die Angreifer binnen zwei Stunden ihren Facebook- und auch Twitter-Account löschen müssen und dann mindestens 15 Jahre kein Mitglied in einem sozialen Netzwerk sein dürfen“, sagte Heinz Maier. Ausgenommen von dieser Regel seien lediglich die VZ-Netzwerke. Bisher weiß die Bundesregierung aber noch nicht, von welchem Land der Angriff ausging. „Da unsere Rechner mit der Spionagesoftware Flame infiziert sind, können wir Ihnen das leider nicht schreiben, um die Ermittlungen nicht zu gefährden“, hieß es von offizieller Stelle.

Fotonachweis: U.S. Air Force photo/Senior Airman DeAndre Curtiss [Public domain], via Wikimedia Commons