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Foto Oben: SPD NiedersachsenCC BY-SA 3.0

Foto Unten: Peter Altmaier (Büro von Peter Altmaier)- CC BY-SA 2.0

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Endlich frei: Norbert Röttgen feiert Brückentag

Norbert Röttgen (Pfeil) an einer Autobahnbrücke nahe Berlin Fotonachweis: Michael Thiem / pixelio.de

Der ehemalige Umweltminister Norbert Röttgen genießt derzeit den ersten Brückentag nach seiner Entlassung. „Das ist schon etwas Besonderes. Nach meinem Rücktritt als NRW-Landeschef und meiner Entlassung wusste ich noch nicht wirklich wohin. Daher habe ich mich erst einmal unter dieser Brücke einquartiert“, erklärte Röttgen dem überregionalen Bruchsaler Volksboten. Schon am Vortage habe er sich als traditionsbewusster CDU-Politiker an die bekannten Feiertags-Rituale gehalten und ist mit einem Bollerwagen vom Umweltministerium losmarschiert. „Da habe ich alles reingepackt, was ich noch so gebrauchen könnte“, erklärte der 46-jährige.  Am Anfang hätte ihn sogar Horst Seehofer begleitet. „Das hat mich sehr gefreut. Wir haben zusammen einen Eisbecher in der Sonne gegessen“, sagte Röttgen gegenüber dem heute-journal.

Röttgen hofft nach ein paar Tagen Ruhe wieder in der Politik Fuß fassen zu können. „Bedauerlicherweise entscheidet Angela Merkel über Ministerämter.“ Er sei jetzt aber erst einmal auf den Weg Richtung Nordrhein-Westfalen. „So schlecht war das Ergebnis doch auch nicht. Immerhin noch besser als die FDP und die Piraten zusammen.“ Bei der nächsten Wahl wolle er wieder als Spitzenkandidat der CDU antreten. „Zu Fuß und mit Bollerwagen brauche ich ja schon ein paar Monate bis in den Ruhrpott, aber bis  zur nächsten Wahl sind es ja noch fünf Jahre.“

Polizeimeldung

Ein offenbar verwirrter Mann hat gestern Nordrhein-Westfalen und alle umliegende Bundesländer in Atem gehalten. Zunächst attackierte der etwa 45-jährige Mann mit einer auffälligen Brille mehrere CDU-Wähler vor Wahllokalen, die gerade ihre  Stimme abgeben wollten. Dann haben Zeugen gesehen, wie der hektisch wirkende Mann einige Wahlplakate der CDU beschmierte. So strich er beim Wahlspruch „Nobert Röttgen Wählen“ das Norbert durch und ersetzte es durch ein „Nicht“. Zudem schrieb er auf einige Plakate „Scheiß Düsseldorf“. Der CDU Landesverband sprach aufgrund der Schmierereien von einem Desaster für die Partei. Der gestern zurückgetretene Vorsitzende Norbert Röttgen war vor der Kamera nicht zu einer Stellungnahme bereit. Die Christdemokraten glauben, dass der unbekannte Randalierer für die schlechten Ergebnisse der CDU verantwortlich sei.

Doch damit nicht genug. Der Mann sollte nur wenige Minuten später nochmals auffällig werden, als er mit überhöhter Geschwindigkeit auf der Autobahn Richtung Berlin unterwegs war. Während der Fahrt soll er bei offenem Seitenfenster „Berlin, Berlin – ich fahre nach Berlin“ sowie „Auf Wiedersehen, ihr blöden Wähler könnt mich mal“ gesungen haben.  In der Hauptstadt angekommen rüttelte er kurz am Zaun des Bundeskanzleramtes und marschierte dann schnell Richtung Umweltministerium. Zunächst hatte die Polizei die Spur des Randalierers verloren. Doch heute früh meldete sich eine aufmerksame Mitarbeiterin des Ministeriums bei den Beamten, die einen Mann beobachtete, den sie im Ministerium zuvor noch nie gesehen haben will. Bei der Verhaftung gab sich der mutmaßliche Täter als Umweltminister aus, was den Verdacht erhärtete, dass der Mann psychische Probleme hat.