FDP begeistert: Bestes Ergebnis 2012

Aus der Reihe: Fast richtige Nachrichten, aber leider ausgedacht…

Die FDP ist begeistert. Trotz der schlechten Umfragewerte mit Prognosen von teilweise unter null Prozent konnten die Liberalen bei der Landtagswahl im Saarland mit 1,2 Prozent ihr bestes Ergebnis im Jahr 2012 erzielen. FDP-Spitzenpolitiker Daniel Bahr warnte davor, in der Stunde des Erfolges „die Nerven zu verlieren“.  Dennoch konnte der Chef der Saar-FDP Oliver Luksic seine Begeisterung kaum verbergen: „Wir sind noch vor der NPD. Außerdem konnten wir uns am Wahlabend entspannt zurücklehnen. Schließlich mussten wir nicht um den Einzug in den Landtag zittern, wie die Grünen oder die Piraten.“ Er freue sich auf seine Aufgabe als außerparlamentarischer Oppositionsführer.

FDP-Generalsekretär Patrick Döring frohlockte ebenfalls über den Wahlerfolg, schickte aber auch mahnende Worte nach Saarbrücken: „Gerade wir Liberale dürfen mit unseren 1,2 Prozent jetzt nicht in eine Tyrannei der Mehrheit ausarten, sondern müssen auch Minderheiten integrieren.“  Der CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe entschuldigte sich derweil  für seine unpräzisen Äußerungen vom Vormittag („Wir wollen,  dass die FDP wieder zu Kräften kommt“). „Ich habe mich versprochen. Ich meinte natürlich den Hamburger SV“, sagte der CDU-Politiker.

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Die Wahlanalyse von Schwindelfreiheit

Am Sonntag wurde im Saarland und in Frankfurt gewählt. Die Erkenntnisse vom Superwahltag:

  • Überraschung: FDP bekommt mehr Stimmen als die NPD
  • Versprecher beim Namen Annegret Kramp-Karrenbauer  sind nicht selten und nicht selten lustig
  • Die CDU erzielte ein Ergebnis nach Maas
  • Auch mit verlorener Stimme kann man eine Wahl gewinnen. Bestes Beispiel Boris Feldmann in Frankfurt, der einen so harten Wahlkampf führte, dass er am Ende heiser war.
  • Lafontaine, der alte Fuchs hat die Wette gegen den phoenix-Moderator gewonnen, weil die Linken doch noch kräftig zugelegt haben. Dies bedeutet aber auch: Wähler der Linkspartei haben kein Telefon – Guckst du hier  (4:51 min.)
  • Das Saarland ist so groß, dass jeder mit jedem spricht. Das sagte zumindest SPD-Urgestein Ottmar Schreiner im Interview mit dem DLF auf die Frage, ob er noch mit Linken-Chef Lafontaine rede. Unsere Frage: Braucht dieses Kaff eigentlich eine eigene politische Verwaltung?
  • FDP-Chef Rösler steht nach der grandiosen Wahl im Saarland vor einer „Lose-Lose-Situation“ (Christian Ehring). Verliert die FDP die Wahl in NRW ist er gefeuert. Schneidet Christian Lindner bei der  Wahl in NRW gut ab, ist er so gut wie gefeuert.

Grünen bestimmen Spitzenkandidaten mit Uhrwahl

Aus der Reihe: Fast richtige Nachrichten, aber leider ausgedacht…

Die Spitzenkandidaten der Grünen für die Bundestagswahl 2013 sollen mit einer Uhrwahl im Urwald gefunden werden. Bereits qualifiziert hat sich das Duo Roth/Trittin – ein Gegnerteam wird noch gesucht. Beim sogenannten „green primary“ werden die Teams mitten im Urwald eine Uhr auswählen.  „Einer Uhr kann man aber nicht nur die Uhrzeit entnehmen. In ihr ist eine Wegbeschreibung gespeichert. Wer als erstes aus dem Urwald herausfindet, hat gewonnen“, sagte ein Sprecher der Partei. Insgeheim wünschen sich einige Grüne, dass Claudia Roth nicht mehr zurück aus dem Urwald findet. „Dann können wir endlich wieder in Ruhe leben. „, hieß es von einem Bündnisgrünen.

Die Aktuelle Kamera berichtet…

Das DDR-Staatsfernsehen berichtet: Gauck neuer Vorsitzender des Staatsrates

„Hier ist die Aktuelle Kamera mit Nachrichten. Guten Abend verehrte Zuschauer zu dieser freudigen Stunde. Der Sozialismus hat gesiegt. Seit heute Mittag regieren erstmals seit über 20 Jahren wieder zwei Ostdeutsche das Land.  Joachim Gauck wurde von der Volksversammlung zum neuen Vorsitzenden des Staatsrates gewählt.  Gauck macht den Arbeitern im kapitalistischen und ausbeuterischen Deutschland Hoffnung auf eine baldige Wiederbelebung des Sozialismus:  „Soziale Gerechtigkeit gehört dazu“, sagte er kurz nach seiner Wahl.  Hören Sie dazu nun einen Kommentar von Karl-Eduard von Schnitzler.“

Kommentar: „Nachdem Merkel bereits vor einigen Monaten angekündigt hatte einen flächendeckenden Mindestlohn einzuführen, wird nun ein zweiter Ostdeutscher sie bei dem Vorhaben unterstützen den real-existierenden Sozialismus wieder aufzubauen. Dafür müssen die Arbeiter, die immer noch tapfer ihre Betriebe vor den kapitalistischen und konterrevolutionären Kräften verteidigen wieder zurück auf die Straße und für den Umsturz kämpfen. Erst dann wird ein Vorsitzender des Staatsrates auch wieder mit mehr als 100 Prozent der Stimmen gewählt.“

Eilmeldung: Praktikant wird Spitzenkandidat in NRW

Aus der Reihe: Fast richtige Nachrichten, aber leider ausgedacht…

Die FDP in Nordrhein-Westfalen ist verzweifelt und hat aufgrund fehlender geeigneter Politiker den Praktikanten Christian Lindner als Spitzenkandidat für die Neuwahlen aufgestellt. Lindner war vor wenigen Monaten als Praktikant im Bundesvorstand der FDP rausgeschmissen worden, nachdem er den ehemaligen Parteivorsitzenden Guido Westerwelle ohne Essen in den Maschinenraum der FDP eingesperrt hatte.

„Wir hoffen den Abwärtstrend mit unserem jungen Spitzenkandidaten zu stoppen und unseren aktuellen Wert zu stabilisieren“, sagte der Praktikant im Gesundheitsministerium Daniel Bahr. Ziel sei es bei der NRW-Wahl noch vor den Grauen zu landen und bei der Präsentation der Wahlergebnisse nicht unter den Block „Andere“ oder „Sonstige“ zu fallen.

Offener Brief (1)

Liebe Liberale in NRW,

ihr habt heute im Landtag gegen den rot-grünen Haushalt gestimmt. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hatte zuvor offen angekündigt, bei einer Niederlage der Minderheitenregierung in der Haushaltsabstimmung den Landtag aufzulösen und Neuwahlen zu initiieren. Neuwahlen, dachtet ihr, sind bestimmt ganz toll – deswegen habt ihr auch geschlossen gegen den Haushalt gestimmt. Aber liebe Liberale, einen Hinweis wollen wir euch noch geben: ihr liegt in Umfragen bisher bei zwei Prozent. Das ist wenig! So kommt ihr nicht in den Landtag (5%-Hürde) und so kann auch die CDU mit dem Onkel Röttgen mit euch keine Regierung machen. Stattdessen liegt Rot-Grün deutlich vorne. Das heißt: Rot-Grün könnte in Zukunft mit der absoluten Mehrheit regieren und wäre bei der nächsten Haushaltsabstimmung nicht auf eure Stimmen angewiesen.

Schöne Grüße und ganz viel Glück bei den Neuwahlen

wünscht euch Schwindelfreiheit

P.S.: denkt doch auch mal über einen neuen Bundesvorsitzenden nach!

Fast richtige Nachricht, aber leider ausgedacht…

Eilmeldung: Übersetzungsfehler – Putin trat in Wirklichkeit zurück

Die deutsche Öffentlichkeit wurde von einer peinlichen Übersetzungspanne getäuscht. Das meldete gestern das Auswärtige Amt. „Putin wurde nicht zum Präsidenten gewählt. Er ist in Wirklichkeit unter Tränen zurückgetreten“, so eine Sprecherin der Behörde. Grund für den Rücktritt des bis dahin erfolgreichen russischen Präsidenten Putins sei eine skandallöse Affäre gewesen. Putin hatte 2009 Urlaub bei einem befreundeten Oligarchen in Nowgorod Urlaub gemacht und das Defizit, so behauptet zumindest Putin, nur in Bar aber ohne Beleg ausgeglichen haben. „Ich hatte meinem Freund das Geld vor meiner Abreise gegeben. Unter Freunden macht man das so“, erklärte Putin.

Die traditionell liberale und kreml-kritische russische Presse und eine Minderheit von Oppositionellen habe dann von der Affäre Wind bekommen und versucht den Präsidenten stürzen. „Es war eine sehr einseitige Berichterstattung“, sagte Medienwissenschaftlerin Bettina Diekmann. Als Putin dann auch noch wütend auf die Mailbox einer russischen Zeitung sprach und mit einem zweiten Stalingrad drohte, wurden erste Rücktrittsforderungen laut. „In Russland wird die Pressefreiheit, wie wir jetzt wissen, sehr groß geschrieben“, so Diekmann: „Nachdem schließlich raus kam, dass Putin jeden Tag ein Glas Marmelade von einem befreundeten Multimilliadär vor die Tür gestellt bekommt, war der Rubikon für die russische Bevölkerung überschritten.“

Putin musste sich im traditionell basisdemokratischen Russland einem Bürgerentscheid über seine Person ergehen lassen, welchen er am Sonntag verlor. 63% der Russen stimmten gegen ihn. Doch bei der Abwahl ging es nicht mit rechten Dingen zu – das behaupten einige Putin-Anhänger: „Einige Wähler sind mit Bobbycars durchs Land gereist und haben in verschiedenen Wahllokalen ihre Stimme abgegeben und damit mehrfach abgestimmt.“ Die Pro-Putin-Demonstrationen am Montag wurden zudem gewaltsam aufgelöst.

Deutschlands Außenminister Westerwelle beklagte den Wahlbetrug und forderte, dass Putin Präsident bleiben solle. Erst wenn die traditionell unabhängigen und neutralen Gerichte in Russland einen Anfangsverdacht für eine Vorteilsnahme erhielten, sei der Rücktritt notwendig, so der FDP-Politiker.