Wirbel um Wulff-Tagebücher

Aus der Reihe: Fast richtige Nachrichten, aber leider ausgedacht…

Wie die „Bild am Sonntag“ gestern meldete, planen die Wulffs gleich mehrere Bücher zu schreiben. Unklar ist aber noch, welche der künftigen Bestseller zuerst erscheinen. So plant Christian Wulff ein Interviewbuch mit Bild-Chef Kai Diekmann – es soll den Titel „Endgültig gescheitert“ tragen. Darin betont der ehemalige Bundespräsident, dass neben dem Islam auch Urlaube bei Freunden, Bobbycars und Kredite von Unternehmern zu Deutschland gehören. Das eigentlich erstaunliche ist jedoch, wie dieses Meisterwerk geschrieben wird. „Es findet kein persönlicher Kontakt statt. Diekmann veröffentlicht die Fragen in der Bild und Christian Wulff spricht die Antworten auf die Mailbox. Eine klasse Idee“, lobte Literaturkritiker Kain Vokal.

Des Weiteren plant Christian Wulff eine zweite Auflage seines 2007 erschienen Buches „Besser die Wahrheit“. Doch damit nicht genug. Auch seine Frau Bettina Wulff möchte die klamme Haushaltskasse der Familie aufbessern und will ihre Tagebücher veröffentlichen. Der Stern hat bereits Interesse bekundet die privaten Einträge in seinem Magazin zu veröffentlichen. „Die Amtszeit war so kurz. Da brauch man noch nicht einmal kürzen“, freute sich der Stern-Chefredakteur Andreas Petzold. Unklar ist jedoch, wer das Buch sponsern will. „Der Ehrensold reicht ja gerade mal für eine Kugel Eis in der Woche“, sagte Politikwissenschaftler Rainer Zufall. Favorit ist Carsten Maschmeyer, der schon einige Projekte der Wulffs unterstützt hat. „Maschmeyer eignet sich besonders gut. Er hat zuletzt gezeigt wie man ein schlechtes Buch – sein eigenes – erfolgreich vermarktet“, sagt Zufall. In Notfalle, so heißt aus dem engen Kreis der Wulffs, plane man eine Show unter dem Titel „Der Bachelor“ auf RTL.

Auch Joachim Gauck will seine Memoiren veröffentlichen. Wir haben bereits erste Auszüge aus seinem Buch „Ungewaschen im Winter, Präsident im Frühling“. So beginnt das Werk mit den Sätzen: „Freiheit…; FREIHEIT…; die Freiheit…; Freiheit […] auch Gerechtigkeit; …frei; Grundrechte…Freiheit“

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Türkei nach Hitler-Werbespot…

Adolf Hitler wirbt mit seinen Überresten in Film und Ton jetzt für das türkische Männershampoo Biomen. Der Spot hat Erfolg, die Firma M.a.r.k.a. ist wieder auf dem rechten Weg und kommt wohl bald aus den roten Zahlen heraus. Jetzt ziehen weitere türkische Firmen nach und veröffentlichen Werbespots mit berühmten Deutschen.

  • Karl-Theodor zu Guttenberg spielt gleich in zwei Werbespots die Hauptrolle. In einem wirbt er für einen besonders kostengünstigen und schnellen Kopierer, in dem anderen für ein Haargeel namens „Ölprinz“.
  • Christian Wulff wirbt für einen Bausparvertrag: „Eine seriöse und sichere Finanzierung ihres Eigenheims kann Gold wert sein.“
  • Grammatik-Wunder Verona Pooth ehemals Feldbusch wirbt in der Türkei für DER GERÄT.
  • Gregor Gysi verspeist in einem Spot haufenweise Fruchtzwerge.
  • Die FDP wirbt für einen Hersteller von Fallschirmen: „Wir wissen, wie man sich im freien Fall fühlt.“ Im Spot soll auch Möllemann zu sehen sein.
  • Carsten Maschmeyer wirbt dafür nach Deutschland zu ziehen, um dort in der Schule sitzen zu bleiben: „Wer sitzen bleibt, hat mehr Kontakte. Das ist Networking.“
  • Thilo Sarrazin unterstützt ein türkisches Genforschungs-Institut, indem über den Zusammenhang von Genen und Intelligenz geforscht werden soll.
  • Helmut Schmidt wirbt für einen türkischen Beton-Hersteller. Gezeigt wird ein Bild seiner Lunge, auf dem zu sehen ist wie Bakterien und Viren auf einer viel befahrenen Straße hin und her fahren.
  • Die Spieler des Hamburger SV werben für ein Blinden-Zentrum in der Hauptstadt Ankara.
  • Lothar Matthäus steht für eine Partnerbörse Model.

Offener Brief (2)

Sehr geehrter Herr Maschmeyer,

in Ihrem Buch mit dem etwas sperrigen und leerzeichenlastigen Titel „Selfmade: erfolg reich leben“ geben Sie Tipps, wie man später reich und erfolgreich wird. Da der Redaktion das Buch mit 19,99 Euro etwas zu teuer war, warten wir noch auf das Taschenbuch. Dennoch erlauben wir uns ein paar Kommentare, auch wenn wir bisher nur die Auszüge in den deutschen Tageszeitungen lesen konnten.  Denn auch wir von Schwindelfreiheit wollen reich und berühmt werden.

Ihre tiefsinnigen Ratschläge wie „Nutzen sie positive Gedanken“, „Übernehmen Sie Verantwortung für Ihr Leben“ oder auch „Opfern Sie niemals Ihre großen Ziele für kleine Ziele“ hatten wir bisher nicht berücksichtigt. Bislang haben wir uns in der Redaktion ständig beleidigt, anderen die Schuld für unser blödes Leben gegeben und lieber morgens Zeitung ausgetragen, als bei einer zu arbeiten.  Ihr Geheimtipp ist aber „Networking“. Da wir den Begriff natürlich noch nie gehört hatten, mussten wir ihn erst einmal nachschlagen und stellten fest: Kontakte zu anderen Menschen sind der Schlüssel zum Erfolg, auch wenn Ihnen beim „networking“ hin und wieder die Staatsanwaltschaft auf die Finger schaut. Interessant und glaubhaft ist auch Ihre Aussage Sie hätten Alt-Kanzler Schröder erst Jahre nach der Einführung der Riester-Rente so richtig kennengelernt.  Komisch, dass sie ihm bereits 1998 eine Anzeigenkampagne mitfinanziert haben sollen.  Aber das ist sicherlich nur ein kleiner Schönheitsfehler. Wir vergeben 11 von 10 Punkten!

Hochachtungsvoll

Schwindelfreiheit

P. S.: Lesen Sie doch auch mal die Kundenrezensionen bei Amazon (und zwar die mit einem Stern)