DFB errichtet Auffanglager für notorische Bundestrainer

Großes Gedränge vor dem Auffanglager des DFB bereits am frühen Morgen.

Frankfurt am Main. Nach der Niederlage im EM-Halbfinale gegen Italien hat der Deutsche Fußballverband (DFB) in der gesamten Bundesrepublik Auffanglager für notorische Bundestrainer eingerichtet. Dort können betroffene Verwandte, Arbeitskollegen oder Freunde ihren Bundestrainer abgeben und nach einer guten Woche wieder abholen. „Die Jungs können sich  im Auffanglager erst einmal richtig austoben und mit anderen Bundestrainern über die Aufstellung im Spiel gegen Italien diskutieren“, sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. Der Aufenthalt wird von der Krankenkasse bezahlt.

Während des Spiel gegen Italien ist die Anzahl von Bundestrainern rapide angestiegen. Soziologen beziffern die Zahl auf rund 30 Millionen Personen in der gesamten Bundesrepublik. Auf der Fanmeile in Berlin schlug das Bundestrainer-Nometer sogar bei 90 Prozent aus. „Die Wandlung von einem normalen Fußball-Fan zu einem Bundestrainer ist fließend“, sagte Prof. Reinhard Schlau, Psychologe an der Universität Tübingen. Während bei Siegen der Anteil der Bundestrainer bei circa fünf Prozent verharrt, steigt bei Niederlagen die Zahl der notorischen Bundestrainer schlagartig an. Inzwischen ist die Verhaltensänderung als Krankheit registriert. Nach wenigen Tagen setzt bei den meisten aber bereits der Heilungsprozess ein.

„Damit die Betroffenen irgendwann wieder normal werden, müssen sie ihren Drang mit Kritik am derzeitigen realen Bundestrainer Löw loswerden, der sogenannte Klugscheißer – oder auch Besserwisser-Effekt“, erklärt Schlau. Dies kann für Kollegen oder Freunde oftmals sehr nervig werden. Die Auffanglager des DFB seien deshalb ein sehr gutes Mittel für notorische Bundestrainer sich Selbst zu verwirklichen und dabei der Gesellschaft nicht auf den Geist zu gehen. So können die Erkrankten im DFB-Lager über die von Löw gewählte Aufstellung diskutieren, neue Taktiken anhand von Fußball-Simulatoren ausprobieren und auf dem Spielfeld nebenan Verteidigungsmöglichkeiten gegen einen dunkelhäutigen Laiendarsteller mit Irokesen-Haarschnitt ausprobieren. Ferner gibt es einen Torschussgenerator und eine lebensgroße Schiedsrichter-Puppe, die man wahlweise ertränken oder erhängen kann.

Prominenter Fall: Waldemar Hartmann

Doch woran erkennt man, dass Betroffene auch wirklich am Bundestrainer-Syndrom erkrankt sind? Dies ist ganz einfach, erklärt Schlau. Sagen die Personen zum Beispiel innerhalb weniger Minuten Sätze wie „Also ich hätte Reus (variabel) von Beginn an gebracht“ und „Gegen die Italiener hätte man eine ganz andere Taktik spielen müssen“ oder ungeschlagen „Löw hat Kommentator Steffen Simon nicht gebracht, der hätte sogar Balotelli in die Flucht geschlagen“ kann man von einem akuten Fall ausgehen, der dringend behandelt werden muss. „Aber aufpassen: einige Erkrankte ignorieren die Symptome und wollen nicht einsehen, dass sie am Nationalcoach-Syndrom leiden – hier wird es brandgefährlich. Mal ganz ehrlich. Sie hätten den Gomez und den Podolski doch auch nicht spielen lassen, oder?“, erklärt Schlau.

Fotonachweis: Bild links-unten: Michael Lucan CC-BY-3.0 , via Wikimedia Commons

Neue Psychiatrie soll Fußballsüchtige heilen

Auf dem Weg der Besserung: Patienten haben Ausgang!

Bruchsal. Die Leiden von Betroffenen und Verwandten haben nun endlich ein Ende. Vor einer Woche eröffnete in Bruchsal die erste Psychiatrie, die Fußballsüchtige behandelt. „Es war nicht mehr auszuhalten. Nun gibt es endlich Hilfe für mich und meinen Mann“, sagte Monika N., die gleich den ersten Tag dafür nutzte ihren 44-jährigen Ehemann in Behandlung zu geben. Fußballsucht ist eine gefährliche aber bisher unterschätzte Krankheit. Betroffene neigen gerade während der Europameisterschaft dazu, jedes Fußballspiel im Fernsehen zu verfolgen, was gerade läuft. Häufig geht damit ein krankhafter Tunnelblick einher, der normale Kontakte zur Außenwelt innerhalb der 90-minütigen Spielzeit unmöglich macht.

„Ich hatte mir schon Gedanken gemacht, als mein Mann Kroatien gegen Irland gesehen hat. Aber als er dann am Sonnabend auch noch begeistert Polen gegen Tschechien geguckt hat, war mir klar – da stimmt was nicht“, erklärte Monika N. Als ihr Mann sogar während der Halbzeitanalyse von Katrin Müller-Hohenstein und Oliver Kahn nicht abschaltete, sondern sich an den Worten Kahns ergötzte und diese mehrfach zitierte, wurde ihr deutlich, dass sie dringend ärztliche Hilfe benötigte. „Da habe ich von der neuen Einrichtung gelesen und bin gleich am Morgen noch bevor mein Mann den Sportteil aufschlagen konnte, dorthin gefahren“, sagte N.  Dort habe sie dann erfahren, dass sie alles richtig gemacht hatte. „Beim Herrn N. hat sich der Übergang zur Zwangsstörung zum Glück gerade erst vollzogen. Mir sind bereits schlimmere Krankheitsverläufe unterkommen“, sagte Oberarzt Dr. Michael Maier. Er berichtete uns von Leuten, die gar nicht mehr vom Fernseher wegkommen und sogar Spiele wie Regensburg gegen Stuttgart II sehen würden.

Patient N. vorm Fernseher.

Oft gingen mit der Sucht auch gesundheitlichen Gefährdungen durch erhöhten Bier- und Chips-Konsum einher. Daher müsse man unbedingt reagieren, um die Leute wieder nach draußen zu bekommen. „Wer hin und wieder mal ein Deutschland-Spiel guckt, ist aber noch nicht gefährdet“, beruhigte Maier. In der geschlossenen Klinik versuchen die Ärzte die verhaltensgestörten Fans mit neuartigen Methoden, vom Fußball abzubringen. So schaut zum Beispiel eine weniger stark betroffene Gruppe gerade die siebte Wiederholung des Spiels Lettland gegen Luxemburg aus dem Jahr 1997. Einige andere Patienten werden  mit den langweiligsten Gesprächen zwischen Hohenstein und Kahn konfrontiert. Außerdem laufen die schlechtesten Witze von Waldis EM-Klub.

Oberarzt Maier ist zuversichtlich, dass diese Personen wieder zurück ins Leben finden werden. Probleme bereitet dem 47-jährigen Arzt aktuell ein besonders harter Fall. „Bei Herrn G. bin ich mir nicht sicher, ob er nochmal wieder ein normales Leben führen kann.“ Schon seit vier Tagen zeigen die Pfleger dem störrischen Patienten ein Standbild aus der Partie San-Marino gegen Schweden aus dem Jahr 2002. Vor zwei Stunden gab es für die Helfer aber einen ersten Lichtblick. So schaute G. für zwei Sekunden aus dem Fenster als ein Vogel gegen die Scheibe donnerte.

Fotonachweis: Uwe Steinbrich/ pixelio.de

Ratgeber: So steigern Sie Ihre Kreditwürdigkeit im Internet

Dieses Bild sollten Sie öfters mal posten. Foto: Eva-Maria Roßmann / pixelio.de

Internet. Die Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) will offenbar gezielt das Internet durchforsten, um die Kreditwürdigkeit der Verbraucher besser beurteilen zu können. Dabei sollen die Verbraucher über soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook ausgespäht werden. Das ist nicht schlimm, sondern zu Ihrem Nutzen. Folgen Sie einfach den Empfehlungen des Schwindelfreiheit-Ratgebers und erhöhen damit Ihre Kreditwürdigkeit:

1. Was sollten Sie posten? Gerade Ihre Postings und Tweets könnten zum Untersuchungsgegenstand der Schufa werden. Achten Sie deshalb genau darauf, was sie schreiben. Vermeiden Sie Sätze wie „die Bananen sind bei Edeka aber richtig teuer“, sondern posten Sie mindestens alle drei Tage folgende Sätze:

„Leider verstarb mein lieber Vater (variabel) nach langer Krankheit. Die eine Million Euro (variabel – Drachme vermeiden), die er mir hinterlässt, sind da nur ein schwacher Trost.“

„Jau! Heute den Jackpot im Lotto gewonnen. Aber die 500 000 sind nur Peanuts.“

oder unerreicht:

„Ich habe heute zufällig eine Million Euro im Mülleimer gefunden. Wusste gar nicht, dass das mit Lösegeld immer so schnell geht.“

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Ratgeber: Shoppen am 1. Mai

Sie waren schon seit Wochen nicht mehr shoppen und hatten heute auch keinen Brückentag? Sie wollen aber unbedingt losziehen und sich zum Beispiel das neue IPhone oder einen Fernseher kaufen? Dann nutzen Sie doch den Tag der Arbeit für Ihre Unternehmungen. Na gut, die Geschäfte sind am 1. Mai geschlossen. Dennoch, wenn Sie dieser Anleitung folgen, haben Sie einen entspannten Tag in der Stadt.

1. Die Vorbereitung: Ziehen Sie sich schwarze Klamotten an, auch wenn es heiß ist. Nehmen Sie eventuell eine Sturmhaube mit, denn am 1. Mai riecht die Innenstadt für gewöhnlich ein bisschen verbrannt. Prinzipiell vermeiden sollten Sie aber grüne Bekleidung. Sie wirkt anziehend für Pflastersteine.

2. Der Parkplatz: Parken Sie Ihren Wagen möglichst weit außerhalb der Stadt und gehen Sie zu Fuß ins Zentrum.

3. Entspannt Einkaufen: Suchen Sie sich eine Gruppe von schwarz gekleideten Menschen. Hierbei ist zwischen „Linken“ und „Rechten“ zu unterscheiden. Beide Gruppen sind äußerst schwer zu unterscheiden. Schreien Sie kurz mehrfach „Scheiß Kapitalismus“ und gucken Sie was passiert. Kommen einige Glatzköpfe mit Baseballschlägern auf Sie zugelaufen, sollten Sie besser auch laufen. Passiert nichts, rufen Sie zur Probe nochmal kurz „Gegen Häuserräumungen“ und „Gegen Krieg“ und folgen dann der Gruppe. Als Pirat sollten Sie in diesem Zusammenhang Nazi-Vergleiche möglichst vermeiden.

4. Im Kaufhaus: Im Pulk sollten Sie dann nicht mehr auffallen – nun sind Sie mitten drin im Shopping-Fieber. Abzuraten ist nur vom Autokauf, da die brandaktuellen Angebote am 1. Mai oftmals nichts taugen. Dennoch, einige Geschäfte machen extra für Sie am 1. Mai auf. Heben Sie einen Pflasterstein auf und werfen Sie die Schaufenster-Scheibe des Geschäfts Ihres Vertrauens ein und gehen Sie gemütlich shoppen. Leider sind die Kaufhäuser am 1. Mai mit wenig Service-Personal besetzt. Sollten Sie Fragen haben, nehmen Sie sich das Produkt einfach mit und rufen am nächsten Tag die Service-Hotline an.

5. Bezahlen: Haben Sie das Produkt Ihrer Wahl gefunden, so können Sie sich über die guten Angebote am 1. Mai freuen. Die Produkte sind in fast allen Kaufhäusern um den kompletten Warenpreis reduziert. Gehen Sie also mit Ihrem neuen Fernseher einfach an der Kasse vorbei. Falls Sie ein schlechtes Gewissen haben, hinterlassen Sie ein paar Euros für die Portokasse. Ein Kaufbeleg gibt es am Tag der Arbeit leider nicht, somit haben Sie auch keinen Garantie-Anspruch.

6. Der Rückweg: Auf dem Rückweg sollten Sie große Menschenansammlungen sowie komische Menschen in grünen Anzügen und Blaulicht meiden.

Lehrer fühlen sich unvorbereitet

"In alleinstehenden Ranzen können Bomben drin sein", warnt Schulze. Günter Havlena / pixelio.de

Wie eine neue Studie des Allensbacher Forschungsinstitut herausfand, fühlen sich viele Lehrer nicht genug vorbereitet auf das harte Schulleben. „Viele Pädagogen kommen mit der Brutalität der Unterrichts-Vollzugs-Anstalten häufig nicht zurecht“, sagte ein Sprecher. Ein neuer Kurs soll daher den Lehrern den Einstieg ins Rotstiftviertel erleichtern. Bildungsministerin Annette Shavan schlug vor, dass neue Lehrer zukünftig mindestens zwei Jahre einen Selbstverteidigungskurs besuchen sollen.

Mathelehrer (hier bei der Ausbildung) sind häufiger gefährdet. fit1 / pixelio.de

Ein Prototyp läuft derweil bereits in Berlin unter der Leitung des ehemaligen Profiboxers Rainer Schulze. „Kaum sind die Lehrer in der Schule angekommen, müssen sie mit Anfeindungen und Drohungen rechnen. Und wenn sie dann auch noch das Lehrerzimmer verlassen, wird es meist noch schlimmer“, erklärt Schulze. In der Schulklasse säßen dann häufig dumme Kinder, die nicht mal den IQ eines „Meerschweinchen“ erreichen, aber schon in Vollbesitz ihrer Kräfte sind. „Besonders kritisch wird es bei der Vergabe von Noten von Klassenarbeiten. Da können schonmal Fäuste fliegen“, sagt Schulz. Aber auch Zeugnisvergaben seien ein Problem, denn häufiger sind die Kids dann besser vorbereitet und kommen gleich mit Messern in die Schule. „Wenn die drei Sechsen kriegen, wird es hart“, mahnt Schulze. Viele Lehrer berichten auch, dass die Ansage von Hausaufgaben nach dem Läuten der Pausenklingel häufig nur sehr negative Reaktionen hervorruft. „Da fliegen dann schonmal Gegenstände wie Stühle“, weiß der ehemalige Profiboxer.

Im Selbstverteidigungskurs lernen die künftigen Lehrer nun, wie man sich gegen die Halbstarken wehrt. Einführungen in Judo, Karate, Tai-Chi und Boxen werden im ersten beiden Semestern gelehrt. Danach könne man sich entweder in der Abwehr von Waffenangriffen oder in der chemischen Kampfmittelbeseitigung vertiefen. „Für mehr reicht es bisher nicht“, beklagt Schulze.

Ratgeber: So zeigen Sie Fußball-Fachkompetenz

Am Mittwoch steht das Spiel der Spiele an: Borussia Dortmund trifft zu Hause auf den FC Bayern München. Die Gespräche am Arbeitsplatz und in der Kneipe werden sich nur noch um Fußball drehen. Doch Sie haben gar keine Ahnung von Fußball- wollen sich aber nicht vor Ihren Bekannten blamieren. Hier sind unsere Tipps wie Sie so tun können, als hätten Sie Ahnung von Fußball.

Vor dem Spiel

Vor dem Spiel ist der meiste Sachverstand gefragt. Wetten auf das Ergebnis werden abgeschlossen. Die Gespräche am Arbeitsplatz drehen sich nur noch um das eine Thema. Mit diesen Sätzen ernten Sie kollektives Kopfnicken: Mehr von diesem Beitrag lesen

Tipps: So sparen Sie Benzin

Die Benzinpreise erreichen ungeahnte Höhen. Manch einer kann sich die Fahrt mit der Klapperkiste nicht mehr leisten – wir geben fünf wertvolle Tipps, wie Sie Benzin sparen.

  1. Besonders effektiv ist Benzin sparen, dann wenn man erst gar keinen verbraucht. So rät der ADAC kurze Strecken zu gehen. „Beim Gehen steht man auf und schiebt langsam erst den rechten Fuß nach vorne und dann den linken“, sagte uns die Biologin Klara Fall. So könne man zum Beispiel den morgendlichen Weg zum Bäcker ohne Benzinverbrauch zurücklegen. Mediziner warnen jedoch vor einem Kreislauf-Kollaps und empfehlen an besonders heißen Tagen beim Gehen immer mal wieder kurze Pausen einzulegen.
  2. Besonders sinnlos ist Spritverbrauch dann, wenn Sie zum Beispiel an roten Ampeln warten und den Motor nicht ausschalten. Um das zu vermeiden, empfehlen wir daher einfach bei Rot über die Ampel zu fahren.
  3. Fahren Sie doch mit der Bahn oder dem Bus.  Fragen Sie aber vorher den Lokomtiv-Führer oder den Bus-Fahrer, ob der Sie auch Fahren lässt.  Mit der Bahn sollten Sie zunächst von riskanten Überholmanövern absehen. Es empfiehlt sich an sogenannten Bahnhöfen hin und wieder anzuhalten. Sollten Sie den Halt „Wolfsburg“ übersehen oder mit 20-minütiger Verspätung eintreffen, so machen Sie sich keine Gedanken: Ankunftszeiten sind bei der Bahn nur grobe Richtwerte.
  4. Stellen Sie sich betrunken und lassen sich von der Polizei in eine Ausnüchterungszelle ganz in der Nähe von Ihrer Arbeit bringen. Den Rest können Sie zu Fuß zurücklegen (siehe Tipp 1).
  5. Lassen Sie sich zum Präsident wählen (Wahlen sind ca. alle anderthalb Jahre). Treten Sie dann nach wenigen Wochen aus politischen Gründen zurück. Dann erhalten Sie einen Fahrdienst und einen Ehrensold, von dem Sie sich an den Tankstellen auch immer noch ein Eis kaufen können.