Neue Psychiatrie soll Fußballsüchtige heilen

Auf dem Weg der Besserung: Patienten haben Ausgang!

Bruchsal. Die Leiden von Betroffenen und Verwandten haben nun endlich ein Ende. Vor einer Woche eröffnete in Bruchsal die erste Psychiatrie, die Fußballsüchtige behandelt. „Es war nicht mehr auszuhalten. Nun gibt es endlich Hilfe für mich und meinen Mann“, sagte Monika N., die gleich den ersten Tag dafür nutzte ihren 44-jährigen Ehemann in Behandlung zu geben. Fußballsucht ist eine gefährliche aber bisher unterschätzte Krankheit. Betroffene neigen gerade während der Europameisterschaft dazu, jedes Fußballspiel im Fernsehen zu verfolgen, was gerade läuft. Häufig geht damit ein krankhafter Tunnelblick einher, der normale Kontakte zur Außenwelt innerhalb der 90-minütigen Spielzeit unmöglich macht.

„Ich hatte mir schon Gedanken gemacht, als mein Mann Kroatien gegen Irland gesehen hat. Aber als er dann am Sonnabend auch noch begeistert Polen gegen Tschechien geguckt hat, war mir klar – da stimmt was nicht“, erklärte Monika N. Als ihr Mann sogar während der Halbzeitanalyse von Katrin Müller-Hohenstein und Oliver Kahn nicht abschaltete, sondern sich an den Worten Kahns ergötzte und diese mehrfach zitierte, wurde ihr deutlich, dass sie dringend ärztliche Hilfe benötigte. „Da habe ich von der neuen Einrichtung gelesen und bin gleich am Morgen noch bevor mein Mann den Sportteil aufschlagen konnte, dorthin gefahren“, sagte N.  Dort habe sie dann erfahren, dass sie alles richtig gemacht hatte. „Beim Herrn N. hat sich der Übergang zur Zwangsstörung zum Glück gerade erst vollzogen. Mir sind bereits schlimmere Krankheitsverläufe unterkommen“, sagte Oberarzt Dr. Michael Maier. Er berichtete uns von Leuten, die gar nicht mehr vom Fernseher wegkommen und sogar Spiele wie Regensburg gegen Stuttgart II sehen würden.

Patient N. vorm Fernseher.

Oft gingen mit der Sucht auch gesundheitlichen Gefährdungen durch erhöhten Bier- und Chips-Konsum einher. Daher müsse man unbedingt reagieren, um die Leute wieder nach draußen zu bekommen. „Wer hin und wieder mal ein Deutschland-Spiel guckt, ist aber noch nicht gefährdet“, beruhigte Maier. In der geschlossenen Klinik versuchen die Ärzte die verhaltensgestörten Fans mit neuartigen Methoden, vom Fußball abzubringen. So schaut zum Beispiel eine weniger stark betroffene Gruppe gerade die siebte Wiederholung des Spiels Lettland gegen Luxemburg aus dem Jahr 1997. Einige andere Patienten werden  mit den langweiligsten Gesprächen zwischen Hohenstein und Kahn konfrontiert. Außerdem laufen die schlechtesten Witze von Waldis EM-Klub.

Oberarzt Maier ist zuversichtlich, dass diese Personen wieder zurück ins Leben finden werden. Probleme bereitet dem 47-jährigen Arzt aktuell ein besonders harter Fall. „Bei Herrn G. bin ich mir nicht sicher, ob er nochmal wieder ein normales Leben führen kann.“ Schon seit vier Tagen zeigen die Pfleger dem störrischen Patienten ein Standbild aus der Partie San-Marino gegen Schweden aus dem Jahr 2002. Vor zwei Stunden gab es für die Helfer aber einen ersten Lichtblick. So schaute G. für zwei Sekunden aus dem Fenster als ein Vogel gegen die Scheibe donnerte.

Fotonachweis: Uwe Steinbrich/ pixelio.de

Skandal: ARD sendet versehentlich falsches Spiel

Fans geschockt: ARD sendet falsches Spiel

Lwiw. Ein Fernsehskandal: Die ARD hat gestern Abend bei der Berichterstattung von der Fußball-Europameisterschaft versehentlich das falsche Spiel gesendet. Das Erste zeigte statt der Partie zwischen Deutschland und Portugal eine Wiederholung des Spiels zwischen den Deutschen und den Färöer Inseln aus dem Jahr 2003. „Das ist natürlich ein schrecklicher Fehler, der nie wieder vorkommen wird“, schrieb der Sender in einer Pressemitteilung. Die ARD entschuldigt sich ausdrücklich bei den deutschen Fans, die den Fehler offenbar nicht bemerkt haben. „Eigentlich hätte man das sehen müssen. So wie die gespielt haben, kann das nur unter Völler gewesen sein.“

Die Fans nahmen die peinliche Panne gelassen. „Ich hatte mich schon gewundert wieso ich von Schweinsteiger, Podolski oder auch Özil gar nichts gesehen habe, aber jetzt weiß ich warum“, sagte ein 46-jähriger Mann. Ein etwas jüngerer Fan hatte sich bereits über die vielen Fehlpässe der Deutschen gewundert. Als er von dem Fehler der ARD erfuhr, war er jedoch mehr als beruhigt: „Ich dachte schon wir müssen uns wieder daran gewöhnen, dass die Innenverteidiger neben der Latte zum besten Spieler werden“, sagte er. Beim Spiel gegen die Niederlande hofft der junge Vater aber, wieder die richtigen deutschen Fußballer zu sehen. Die Experten waren dagegen regelrecht erbost über die peinliche Fernsehpanne: „Ich dachte, endlich zeigen die Deutschen mal wieder erfrischenden Defensiv-Fußball und dann so etwas“, sagte TV-Experte Mehmet Scholl. Und auch Günter Netzer befand: „Die Deutschen haben sich so wenig bewegt wie wir damals und hatten eine Menge Glück. Das ist der richtige Weg zum Titel.“

Spiegel-Enthüllungen sind falsch

Berlin. Bei den Enthüllungen des Nachrichtenmagazins SPIEGEL handelt es sich offenbar um eine dreiste Falschmeldung. Der SPIEGEL berichtet in seiner neuesten Ausgabe, dass Deutschland mehrfach U-Boote nach Israel geliefert hat, aus denen auch atomare Raketen abgeschossen werden können. Dies habe die Bundesregierung billigend in Kauf genommen. Nach aufwendigen zweistündigen Recherchen hat das einzig seriöse Nachrichtenmagazin Schwindelfreiheit die Geschichte nun als Ente entlarvt.

Geheime Unterlagen, die Schwindelfreiheit zugespielt wurden.

Die mutigen Mitarbeiter der Schwindelfreiheit-Redaktion sprachen unter anderem mit Regierungsmitgliedern und mit dem israelischen Geheimdienst Mossad. Des Weiteren bekam die Redaktion geheime Unterlagen zugespielt. Daraus geht deutlich hervor, dass die U-Boot-Lieferung ausschließlich zu Bildungszwecken erfolgte. So will eine Schule in Jerusalem mit dem Schwerpunkt Meeresbiologie mit den deutschen U-Boote bessere, wissenschaftlich brauchbare Ergebnisse erzielen. Dies versicherte die Bundesregierung glaubhaft, die hinzufügte, dass Israel offiziell sowieso gar keine Atomwaffe besitzt. Ein weiteres U-Boot dient dem Tourismus.

Schwindelfreiheit liegen dagegen noch viel brisantere Informationen vor. Eine deutsche Firma soll Pfeifen an den Iran geliefert haben. Bei den Pfeifen handelt es sich aber nicht um die Mitglieder der Bundesregierung, sondern um ganz normale Tabakpfeifen, die jedoch im Ernstfalle mit einem Günter Grass bestückt werden könnten und damit alles vernichtende Worthülse auf den Planeten loslassen könnten. Die Bundesregierung dementiert die abscheuliche Lieferung von Dicht-Gerät.

„Sklaverei mitten in Deutschland“

Günter Wallraff jobbte Undercover bei einem Nachrichtenmagazin

Deutschland. Er war wieder Undercover unterwegs: Der Enthüllungsjournalist Günter Wallraff hat mal wieder mit falscher Identität im Niedriglohnsektor gejobbt. „Das ist Sklaverei mitten in Deutschland“, sagte der 69-jährige, der für RTL und das Zeit Magazin recherchierte. Wallraff arbeitete mehrere Wochen mit falscher Identität bei einem Online-Nachrichtenmagazin, welches sich auf der verlagseigenen Homepage als äußerst „seriös“ ausgibt. „Ich habe dort an verschiedenen Standorten mitgearbeitet und recherchiert – und habe Arbeitsbedingungen festgestellt, die körperlich, finanziell und nervlich ruinieren“, sagte der Autor.

Der Chefredakteur der seriösen Online-Zeitung Schwindelfreiheit zeigte sich schockiert: „Ich habe nicht gedacht, dass ausgerechnet die Branche, in der ich arbeite, von Dumpinglöhnen betroffen ist.“ Er entschuldigte sich selbstlos für die „gierigen“ Kollegen bei Wallraff. Dennoch müsse man auch kleine Online-Zeitungen mit ihren Schwächen akzeptieren. „Ich kenne einen Bekannten, der macht so einen komischen Blog und schreibt total langweilige Geschichte. Der bekommt natürlich auch nicht genug Geld um seine Mitarbeiter zu bezahlen. Dann reicht es halt nur für ein Butterbrot“, sagte er. Neulich hätte er selbst einen älteren Mann mit dem Namen „Rainer Zufall“ nicht vernünftig entschädigen können. „Ich muss die Überweisung versehentlich im Klo runtergespült haben“, sagte der Chefredakteur des renommierten Nachrichtenmagazins Schwindelfreiheit. Da sich der Mann allerdings unter einer falschen Identität bei ihm vorgestellt hatte, sei es ihm bzw. dem unbezahlten Praktikanten bisher nicht möglich gewesen, den Mann aufzufinden.

Fotonachweis: Dein Freund der Baum CC BY-SA 3.0

Quelle von Supervirus Flame bisher unbekannt

Unser Experte: Rainer Zufall bei der Arbeit

Das Schadprogramm „Flame“ verbreitet sich rasant in aller Welt. Doch die IT-Experten fragen sich: Wozu dient die komplizierte Spionage-Software und wer hat sie entwickelt? Wir fragten den Schwindelfreiheit-IT-Experten Rainer Zufall.

Herr Zufall, was vermuten Sie, welchen Zweck verfolgt das Schadprogramm Flame?

Ich glaube nicht, dass da ein politischen Interesse hinter steht. Vielmehr wurde das Schadprogramm dazu entwickelt, wirtschaftliche Interessen zu verfolgen. Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass ein überaus seriöses Online-Nachrichtenmagazin versucht potenzielle Leser auszuspionieren, um deren Lesegewohnheiten zu analysieren.

Interessant, wie funktioniert die Schad-Software nun?

Öffnet nun ein User die Seite des seriösen und überaus ehrlichen Nachrichtenmagazins überträgt sich sofort die Schadsoftware auf den Computer des Lesers. Mithilfe der hauseigenen IT-Abteilung werden die User nun ausspioniert. Flame ist derart komplex, dass ich quasi in wenigen Minuten die Internet-Gewohnheiten des Lesers herausfinden könnte. Die Daten werden dann an die Redaktion weitergegeben, sodass diese endlich bessere Artikel schreiben können, um mehr Klicks zu generieren. Na gut, bei manchen Lesern würde es schon ausreichen, wenn ich einfach den Facebook-Account genauer ansehen würde.

Flame ist bisher im Nahen Osten aufgetaucht. Das Nachrichtenmagazin ist also ein arabisches?

Nein, es handelt sich mit großer Wahrscheinlichkeit um ein deutsches Internet-Magazin, das bisher einfach zu blöd war, den Virus auf die richtigen Computer zu übertragen. Wie ich bereits erwähnt hatte, wurde die Technologie aber verbessert, sodass die Übertragung des Schadprogramms nun  an den Aufruf eines Artikels von diesem Nachrichtenmagazin gekoppelt ist.

Wie kann man sich nun vor Flame schützen?

Na gut, leider stehen die Chancen nach dem Aufruf dieses Artikels äußerst schlecht. Ich empfehle, den Computer sofort aus dem Fenster zu schmeißen oder zu verbrennen, bevor der Virus auf den Menschen überspringt.

Fotonachweis: wwward0.Jangelo9397 at en.wikibooks CC-BY-SA-3.0 

Einen ähnlichen Ansatz verfolgte der Postillon

In China fällt ein Sack Reis um

In China ist heute ein Sack Reis umgefallen. Das gab die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua gegen Mittag bekannt. Um 8:33 Uhr meldeten Anwohner in der Provinz Guadong einen markerschütternden Knall bei den lokalen Behörden. „Das war so laut, mir ist fast das Stäbchen zerbrochen“, sagte Xiao Bo, der nur 300 Meter von der Unglücksstelle entfernt wohnt. Es soll aber niemand verletzt worden sein. Nur eine Ameise und ein blau-gelber Käfer seien nach Angaben der örtlichen Sicherheitskräfte unter dem circa 25 Kilo schweren Sack verschüttet. Die Helfer haben nicht mehr die Hoffnung die beiden noch lebend zu finden.

Die Märkte reagierten nervös auf die Meldung aus China. Die Facebook-Aktie fiel in den Keller und auch der Dax verlor um 5%-Punkte. „Auch wenn Griechenland jetzt zur Drachme zurückkehrt, werden wir das Unglück nicht mehr verhindern können“, sagte Finanzminister Wolfgang Schäuble, der sich am Nachmittag mit weiteren europäischen Finanzministern zu einer Krisensitzung traf. Die Opposition reagierte empört auf die Haltung der Regierung: „Der Vorfall hat gezeigt, dass auch in Industrieländern ein Sack Reis umfallen kann. Wir brauchen mehr Schutz für die Bevölkerung“, sagte Claudia Roth von den Grünen.

Adolf Hitler unterschreibt neuen Vertrag bei ZDF-History

Nach langem Gepokere scheint die Telenovela  „ZDF-History“ doch noch gerettet. Wie der Sender „Zetdeäf“ heute bekannt gab, konnte man sich mit dem vielseitigen Darsteller Adolf Hitler über einen neuen Vertrag einigen. „Wir freuen uns – jetzt können wir die Fernsehzuschauer weiterhin mit Neuem aus der Geschichte nerven“, sagte der Moderator der Sendung Guido Knopp. Hitlers Paraderolle ist die Darstellung eines ehemaligen deutschen Reichskanzlers, der einen Massenmord an der jüdischen Bevölkerung vollzog. „Manchmal kann ich mich richtig in die Rolle hineinversetzen“, erklärte Hitler, der aber nichts mit dem brutalen Diktator gemeinsam haben will.

In der 36. Staffel der Sendung hat Knopp sich wieder besondere Geschichten ausgedacht, will aber vorerst nicht zu viel verraten. Am kommenden Mittwoch will Knopp den Düsseldorfer Platzsturm beim Relegationsspiel mit dem Sturm der Nazis auf Polen vergleichen. „Ich denke hier lassen sich viele Gemeinsamkeiten finden. Der einzige Unterschied dürfte sein, dass die Vorschriften gegen Bengalos damals noch nicht so streng waren“, erklärte er. Die weiteren Folgen sollen  „Hitler und seine Handtücher“, „Hitler und die Gründung der Piraten“, „Hitler und der 30. Februar“, „Hitler und die Gummibärchen“ heißen. Knopp kündigte zur Trauer vieler Fans an, dass nach dieser Staffel Schluss sein wird. „Unser Hauptcharakter wird sterben. Wann weiß ich noch nicht genau, aber ich denke wenn wir beim Jahr 1945 angelangt sind, könnte das durchaus passieren.“ Bis dahin müssten sich die Zuschauer aber noch mindestens 335 Folgen ansehen.

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