Deutschland steht Lebensmittelskandal bevor

Der Lebensmittelskandal schlägt weltweit Wellen. Aigner in den USA.

Berlin. Die Bundesrepublik steht vor einem neuen Lebensmittelskandal, der Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) heftig unter Druck setzt. Offenbar ist in Diesel verunreinigtes Kerosin gelangt, welches krebserregend ist. „Wir werden die Quelle hoffentlich bald finden, damit die Bürger weiterhin Diesel unbedenklich zu sich nehmen können“, versprach Aigner. Verbraucherschützer forderten, dass es doch möglich sein muss, Diesel auch ohne Kerosin zu produzieren. „Schließlich nehmen wir das täglich zu uns“, sagte Klara Fall von Foodwatch.

Die Bürger auf der Straße reagierten entsetzt, als sie von dem verunreinigten Diesel erfuhren. „Ein Glas Diesel nach dem Essen und zum Aufstehen gehört einfach dazu“, sagte uns ein 41-jähriger Mann. Weitere Passanten gaben an, dass sie in den nächsten Wochen auf das traditionelle Brot mit Diesel und Butter verzichten wollen. Als besonders gefährdet gelten Automechaniker, die das isotonische Getränk sogar während der Arbeit trinken. Ärzte raten den Konsum auf rund 200ml Diesel am Tag zu reduzieren. „Die Politik hat mit der Preiserhöhung ja schon reagiert“, sagte der CDU-Nahrungsexperte Heinrich Dioxin.

Gezapfter Diesel verkauft sich derzeit schlecht.

Der Lebensmittelskandal war aufgeflogen, als gestern mehrere Personen nach Dieselkonsum mit starken Magenkrämpfen in ein Krankenhaus eingeliefert wurden. Sie sind aber bereits außer Lebensgefahr. „Wir waren schon überrascht, was zwei Gläser Diesel auslösen können“, sagte Dr. med Wurst. Nach der Quelle wird bereits gesucht. Von dem Skandal profitieren derzeit die sogenannten „Veggies“, die regen Zulauf finden. Der Biodiesel könnte damit zum neuen Modegetränk werden. „Der schmeckt fast so gut wie richtiger Diesel. Aber im Nachgeschmack ist er ein bisschen zu würzig“, sagte uns eine Passantin. Die Veggies schwören allerdings auf ihren Tofu-Diesel. Ärzte warnen aber auch hier: „Im Biodiesel sind vermehrt Bakterien und Viren. Daher ist es notwendig, den Diesel vorher zu kochen“, sagte Dr. med. Wurst.

Die Opposition fordert derweil den Rücktritt Aigners. „Das ist bereits der zweite Lebensmittelskandal in ihrer Amtszeit“, sagte Renate Künast (Grüne). Eine weitere Studie gießt noch mehr Öl ins Feuer. Offenbar soll Rauchen auch krebserregend sein. Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) will den Glimmstängel deswegen aber nicht verbieten. „Die Produktion von Teer muss auch individuell erfolgen“, sagte er.

Fotonachweis: 
Bild oben rechts - U.S. Department of Agriculture CC-BY-2.0 , via Wikimedia Commons
Bild unten links - Rainer Sturm/ pixelio.de
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Skandal: ARD sendet versehentlich falsches Spiel

Fans geschockt: ARD sendet falsches Spiel

Lwiw. Ein Fernsehskandal: Die ARD hat gestern Abend bei der Berichterstattung von der Fußball-Europameisterschaft versehentlich das falsche Spiel gesendet. Das Erste zeigte statt der Partie zwischen Deutschland und Portugal eine Wiederholung des Spiels zwischen den Deutschen und den Färöer Inseln aus dem Jahr 2003. „Das ist natürlich ein schrecklicher Fehler, der nie wieder vorkommen wird“, schrieb der Sender in einer Pressemitteilung. Die ARD entschuldigt sich ausdrücklich bei den deutschen Fans, die den Fehler offenbar nicht bemerkt haben. „Eigentlich hätte man das sehen müssen. So wie die gespielt haben, kann das nur unter Völler gewesen sein.“

Die Fans nahmen die peinliche Panne gelassen. „Ich hatte mich schon gewundert wieso ich von Schweinsteiger, Podolski oder auch Özil gar nichts gesehen habe, aber jetzt weiß ich warum“, sagte ein 46-jähriger Mann. Ein etwas jüngerer Fan hatte sich bereits über die vielen Fehlpässe der Deutschen gewundert. Als er von dem Fehler der ARD erfuhr, war er jedoch mehr als beruhigt: „Ich dachte schon wir müssen uns wieder daran gewöhnen, dass die Innenverteidiger neben der Latte zum besten Spieler werden“, sagte er. Beim Spiel gegen die Niederlande hofft der junge Vater aber, wieder die richtigen deutschen Fußballer zu sehen. Die Experten waren dagegen regelrecht erbost über die peinliche Fernsehpanne: „Ich dachte, endlich zeigen die Deutschen mal wieder erfrischenden Defensiv-Fußball und dann so etwas“, sagte TV-Experte Mehmet Scholl. Und auch Günter Netzer befand: „Die Deutschen haben sich so wenig bewegt wie wir damals und hatten eine Menge Glück. Das ist der richtige Weg zum Titel.“

EU wettet mit Rettungsschirm auf Titelgewinn von Griechenland

Sichere Anlage: EU-Politiker wetten mit Geld aus dem Rettungsschirm auf EM-Sieg Griechenlands.

Brüssel. Wie heute bekannt wurde, haben die Euro-Staaten mit dem Geld aus dem Rettungsschirm ESFS auf einen EM-Sieg von Griechenland gewettet. „Wir sind uns ziemlich sicher, dass wir so die Geldmenge des Rettungsschirms noch ein wenig vergrößern können“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die als bekennende Fußballfachfrau vor wenigen Tagen ins Gastgeberland Ukraine reiste.  Wie bisher immer, hätten die EU-Staaten eine verantwortungsvolle Maßnahme zur Lösung der Staatsschuldenkrise getroffen, fügte sie hinzu.  „Jetzt liegt die Zukunft der Euro-Zone in den Händen Griechenlands“, mahnte auch der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Die Märkte reagierten nervös auf die Meldung aus Europa. Die Ratingagentur Fitch stufte die Bonität Griechenlands auf fünfmal Z herunter.

Der Chef der Euro-Gruppe Jan-Claude Juncker verteidigte am Mittag den Kurs der europäischen Finanzminister.  Keine Anleihe sei derzeit noch sicher. „So eine Sportwette bringt natürlich eine hohe Rendite, zumal wir auf eine Außenseiter-Mannschaft getippt haben. Ich glaube aber, dass die Gyros-Stümperer den Titel holen“, sagte Juncker. Die rund 700 Milliarden Euro seien daher „relativ“ sicher angelegt. „Und wenn: im Sport hat man hin und wieder kein Glück und manchmal auch Pech“, erklärte Juncker. Die Opposition in Deutschland kritisierte die Pläne der EU aufs Heftigste. „Die Kanzlerin hat Oliven auf den Augen. Das ist richtige Polenwirtschaft. Man hätte doch wenigstens auf Spanien wetten können, die haben wenigstens zwei Beine“, sagte Frank-Walter Steinmeier (SPD), der zähneknirschend seinen Deutschland-Schal zur Seite legte.

Müssen gewinnen um Euro zu behalten: Die griechischen Fußballer

Auch Gregor Gysi (Linke) polterte gegen die Maßnahme der EU: „Man darf nicht nur sparen – auch Wachstum ist wichtig. Insbesondere bei solchen Stürmern wie Theofanis Gekas.“ Die Griechen versicherten den EU-Staaten, dass sie alles für einen EM-Sieg tun werden. Am Ende der EM will die Fußballelf mehr Beton angerührt haben, als die gesamte griechische Industrie. „Aber müssen wir dafür gleich 90 Minuten spielen. 60 Minuten reichen doch vollkommen aus. Wir stehen alle schließlich kurz vor der Rente.“, sagte der Mittelfeldspieler Giorgos Karagounis. Die Chancen für einen Sieg im EM-Eröffnungsspiel stehen allerdings nicht schlecht. Die polnische Startelf erkrankte in der vergangenen Nacht an einem mysteriösen Magen-Darm-Virus.

Fotonachweis Bild oben-rechts: European People’s Party (EPP Summit Lisbone 18 October 2007) CC-BY-2.0

Fotonachweis Bild links-unten: Steindy CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0 via Wikimedia Commons

„Sklaverei mitten in Deutschland“

Günter Wallraff jobbte Undercover bei einem Nachrichtenmagazin

Deutschland. Er war wieder Undercover unterwegs: Der Enthüllungsjournalist Günter Wallraff hat mal wieder mit falscher Identität im Niedriglohnsektor gejobbt. „Das ist Sklaverei mitten in Deutschland“, sagte der 69-jährige, der für RTL und das Zeit Magazin recherchierte. Wallraff arbeitete mehrere Wochen mit falscher Identität bei einem Online-Nachrichtenmagazin, welches sich auf der verlagseigenen Homepage als äußerst „seriös“ ausgibt. „Ich habe dort an verschiedenen Standorten mitgearbeitet und recherchiert – und habe Arbeitsbedingungen festgestellt, die körperlich, finanziell und nervlich ruinieren“, sagte der Autor.

Der Chefredakteur der seriösen Online-Zeitung Schwindelfreiheit zeigte sich schockiert: „Ich habe nicht gedacht, dass ausgerechnet die Branche, in der ich arbeite, von Dumpinglöhnen betroffen ist.“ Er entschuldigte sich selbstlos für die „gierigen“ Kollegen bei Wallraff. Dennoch müsse man auch kleine Online-Zeitungen mit ihren Schwächen akzeptieren. „Ich kenne einen Bekannten, der macht so einen komischen Blog und schreibt total langweilige Geschichte. Der bekommt natürlich auch nicht genug Geld um seine Mitarbeiter zu bezahlen. Dann reicht es halt nur für ein Butterbrot“, sagte er. Neulich hätte er selbst einen älteren Mann mit dem Namen „Rainer Zufall“ nicht vernünftig entschädigen können. „Ich muss die Überweisung versehentlich im Klo runtergespült haben“, sagte der Chefredakteur des renommierten Nachrichtenmagazins Schwindelfreiheit. Da sich der Mann allerdings unter einer falschen Identität bei ihm vorgestellt hatte, sei es ihm bzw. dem unbezahlten Praktikanten bisher nicht möglich gewesen, den Mann aufzufinden.

Fotonachweis: Dein Freund der Baum CC BY-SA 3.0

Enthüllungsstorie – Kriminelle Ausbeute bei Schwindelfreiheit

Dem einschlägigen Chef des erfolgreichen Satire-Blogs Schwindelfreiheit Priesemann gelang es in der Vergangenheit, mit perversen Einschüchterungen, Drohungen und teilweise gewalttätigen Übergriffen  größtenteils von der rüpelhaften Umgangsweise in der Redaktion und der kriminellen Ausbeute talentierter Schreiber abzulenken – Schwindelfreiheit berichtete damals.

Der schmierige Journalismus-Monopolist, der sich seit seiner Stellung im deutschen Medienraum gerne mit leichtbekleideten Mädels ablichten lässt und stets mit einer großen Kamera um den Hals von frühen Tagen an seine Freunde tyrannisiert, schreckte in seinem Streben nach Macht auch vor den übelsten Taten nicht zurück. So berichtete eine große deutsche Tageszeitung vergangene Woche von einem Vorfall, der sich in einem hannoverschen Internetcafé zugetragen habe. Priesemann sei an einem konkurrierenden Journalisten, der gerade fleißig einen Bericht über den Einzug der Storche aus dem Süden verfasste, vorbeigeschlendert und habe aus heiterem Himmel auf die Stand-By-Taste des Rechners gedrückt. „Mein Mandant ist gefallen“, schilderte sein Anwalt.

Einem verbitterten Redakteur des Internetblogs platzte nun die Hutschnur – er erklärte sich zu einem Interview unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen bereit – und lieferte auch gleich den entscheidenden Beweis. Schwindelfreiheit liegen Auszüge aus einem Facebook-Chatgespräch vor, in dem sich Priesemann zu einem Hilferuf seines Mitarbeiters äußert. Auf die Frage, ob eine Gewinnbeteiligung für die kreative Arbeit an Texten, um Frau und Kind den Unterhalt zu ermöglichen, realisierbar sei, antwortete der Chef: „Ich zahle Dir 0 Euro – und davon 100 %.“ Der anfänglich in einem Freudensturm aufgehende Mitarbeiter dachte einige Zeit über die Verhandlung gemeinsam mit seinem Anwalt nach und durchschaute den gemeinen Rechentrick schlussendlich.

Wie lange der Leiter des Onlineblattes tatsächlich noch mit dieser fiesen Tour seine Vorbildfunktion im wirtschaftlichen- und gesellschaftlichen Sektor missbrauchen kann, ist fraglich und hängt in hohem Maße von der Reaktion der Leser ab. Schwindelfreiheit, die seit ihrem Erscheinen für unabhängige und faire Berichterstattung ausgezeichnet ist, erklärte auch weiterhin ihren Kampf gegen die Machenschaften ihres Vorstandes und Chefredakteur Priesemann.

„Ich zahle Dir 0 Euro – und davon 100 %“