Die heimlichen Stars der Bundesversammlung

Morgen wählt die Bundesversammlung den neuen Bundespräsidenten. Unter den 1.240 Mitgliedern sind auch wieder einige berühmte Personen aus Film und Fernsehen wie Ingo Appelt, Frank Elstner,  Sönke Wortmann oder auch Otto Rehhagel, der Joachim Gauck bereits in der G-Jugend entdeckt und gefördert hat. Doch es gibt auch einige heimliche Stars in der Bundesversammlung. Schwindelfreiheit stellt sie vor:

  • Cajus Julius Caesar (CDU)… ist vor einigen Jahrhunderten aus Rom aufgebrochen, um über den neuen Häuptling der Germanen abzustimmen. Er ließ verkünden, dass er nur verhindern möchte, dass Obelix zum neuen Stammesführer gewählt wird. Doch was er nicht wusste: Sigmar Gabriel steht gar nicht zur Wahl.
  • Corrado Di Benedetto (SPD)… Papst Benedikt ist es gelungen unter einem Decknamen in die Bundesversammlung zu gelangen. „Der Papst ist sich noch uneins, wen er wählt. Er wartet noch auf die Erleuchtung“, sagte ein guter Bekannter Benedikts.
  • Ines Feierabend (Linke)… hat einen Nachnamen, den sich jeder wünscht. Und wenn uns nicht alles täuscht, hat sie am Sonntag auch früh Feierabend.
  • Clemens große Macke (CDU) … sitzt auch in der Bundesversammlung. Allerdings wurde auch Kritik an der Nominierung des CDU-Politikers laut. „Er hat eine große Macke“, sagte sein größter Gegner Felix große Klappe.
  • Dr. Reiner Haseloff  (CDU)… hat in seiner frühen Kindheit ein „H“ in seinem Nachnamen verschluckt. Sang dann zusammen mit Joachim Gauck das berühmte Lied: „I´m looking for the freedom“.
  • Dr. Norbert Herr (CDU)… sorgte oft für Verwirrung. So musste sich die Arztpraxis in seiner Heimatstadt wohl erst an folgenden Ausruf gewöhnen: „Herr Herr – Sie sind der nächste!“
  • Charlotte Schneidewind-Hartnagel (Grüne)… hat einen lustigen Namen.
  • André Stinka (SPD)… hat – und das tut uns jetzt Leid – einen etwas unvorteilhaften Namen.
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Wulff bekommt Extrawurst

Aus der Reihe fast richtige Nachrichten, aber leider ausgedacht…

Der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff hat sich gleich vier Lieder gewünscht, die morgen beim Zapfenstreich gespielt werden sollen – üblich sind drei. Doch wie das Bundespräsidialamt heute bekannt gab, möchte der Präsident weitere Modifikationen am Zapfenstreich vornehmen. „Christian Wulff wünscht sich einen würdevollen Abschied“, sagte ein Sprecher. „Ehre, wem Ehre gebührt“ soll der 2-Jahres-Präsident auf die Mailbox des Verteidigungsministeriums gesprochen haben, welches den Zapfenstreich veranstaltet.

So will Wullf erstens, dass die Lieder vom Berliner Philharmonie Orchester gespielt werden und nicht von dem „elendigen“ Stabsmusikkorp. Ferner wünscht sich der CDU-Politiker Werbebanden, an denen seine bedeutensden Förderer und Sponsoren dargestellt werden. Außerdem muss jeder Gast des Zapfenstreichs an einem Beratungstermin bei AWD teilnehmen und einen Film vom Unternehmer David Groenewold mit Veronica Ferres in der Hauptrolle kaufen. „Es ist Zeit auch mal etwas zurückzugeben. Aber wenn dann wenigstens auf die Kosten aller Steuerzahler – das ist gerecht“, sagte Wulff einem Lokaljournalisten.

Außerdem möchte Christian Wulff, dass die leeren Plätze, die durch den von ver.di und GEW ausgerufenen „Zapfenstreik“ frei geworden sind, mit internationalen Gästen gefüllt werden. Er stelle sich bedeutende Personen wie John F. Kennedy oder Konrad Adenauer vor, so das Bundespräsidialamt. Bei der Auswahl sei Wulff jedoch wichtig, dass sie „lieber Diktatoren als schwul“ seien. Außerdem wünscht sich der bekannteste Spendeneintreiber des Landes, dass er auf Händen getragen werde. Dann müsse er nicht mehr den Boden dieses „ungerechten“ Landes betreten. Die Journalisten sollen zudem in enge Käfige eingesperrt werden und alle zehn Minuten soll einer von ihnen einem Löwen zum Fraß vorgeworfen werden.

Fast richtige Nachricht, aber leider ausgedacht…

Eilmeldung: Übersetzungsfehler – Putin trat in Wirklichkeit zurück

Die deutsche Öffentlichkeit wurde von einer peinlichen Übersetzungspanne getäuscht. Das meldete gestern das Auswärtige Amt. „Putin wurde nicht zum Präsidenten gewählt. Er ist in Wirklichkeit unter Tränen zurückgetreten“, so eine Sprecherin der Behörde. Grund für den Rücktritt des bis dahin erfolgreichen russischen Präsidenten Putins sei eine skandallöse Affäre gewesen. Putin hatte 2009 Urlaub bei einem befreundeten Oligarchen in Nowgorod Urlaub gemacht und das Defizit, so behauptet zumindest Putin, nur in Bar aber ohne Beleg ausgeglichen haben. „Ich hatte meinem Freund das Geld vor meiner Abreise gegeben. Unter Freunden macht man das so“, erklärte Putin.

Die traditionell liberale und kreml-kritische russische Presse und eine Minderheit von Oppositionellen habe dann von der Affäre Wind bekommen und versucht den Präsidenten stürzen. „Es war eine sehr einseitige Berichterstattung“, sagte Medienwissenschaftlerin Bettina Diekmann. Als Putin dann auch noch wütend auf die Mailbox einer russischen Zeitung sprach und mit einem zweiten Stalingrad drohte, wurden erste Rücktrittsforderungen laut. „In Russland wird die Pressefreiheit, wie wir jetzt wissen, sehr groß geschrieben“, so Diekmann: „Nachdem schließlich raus kam, dass Putin jeden Tag ein Glas Marmelade von einem befreundeten Multimilliadär vor die Tür gestellt bekommt, war der Rubikon für die russische Bevölkerung überschritten.“

Putin musste sich im traditionell basisdemokratischen Russland einem Bürgerentscheid über seine Person ergehen lassen, welchen er am Sonntag verlor. 63% der Russen stimmten gegen ihn. Doch bei der Abwahl ging es nicht mit rechten Dingen zu – das behaupten einige Putin-Anhänger: „Einige Wähler sind mit Bobbycars durchs Land gereist und haben in verschiedenen Wahllokalen ihre Stimme abgegeben und damit mehrfach abgestimmt.“ Die Pro-Putin-Demonstrationen am Montag wurden zudem gewaltsam aufgelöst.

Deutschlands Außenminister Westerwelle beklagte den Wahlbetrug und forderte, dass Putin Präsident bleiben solle. Erst wenn die traditionell unabhängigen und neutralen Gerichte in Russland einen Anfangsverdacht für eine Vorteilsnahme erhielten, sei der Rücktritt notwendig, so der FDP-Politiker.